Trappes – 23.10.2026: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Schussserie in Trappes und La Verrière im Département Yvelines als rassistischen Terroranschlag bezeichnet und zu nationaler Geschlossenheit aufgerufen. Bei den Taten am Freitag wurde ein Mensch getötet; mindestens vier weitere Personen wurden schwer verletzt. Macron besuchte Trappes am Abend und sprach den Betroffenen, ihren Angehörigen sowie den Einwohnern beider Gemeinden seine Unterstützung aus.
Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez erstreckten sich die Schüsse über rund 15 Minuten und mehrere Tatorte in Trappes sowie im benachbarten La Verrière, etwa 30 Kilometer südwestlich von Paris. Der mutmaßliche Schütze wurde kurz nach den Angriffen festgenommen. Die Ermittler müssen nun den genauen Ablauf rekonstruieren und klären, nach welchen Kriterien der Täter seine Opfer auswählte.
Die Nationale Antiterrorstaatsanwaltschaft hat das Verfahren übernommen. Sie ermittelt unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Vorhaben. Als erschwerender Umstand wird geprüft, ob die Opfer wegen ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe, Nation oder Religion ausgewählt wurden.
Die Zuständigkeit der Antiterrorstaatsanwaltschaft ist noch kein abschließender Beweis für die juristische Einstufung der Tat. Sie erlaubt jedoch, spezialisierte Ermittlungsstellen zusammenzuführen, sobald Anhaltspunkte für ideologisch motivierte Gewalt und einen Angriff auf die öffentliche Ordnung vorliegen. Mit den Ermittlungen wurden die Antiterror-Unterdirektion, die Generaldirektion für Innere Sicherheit und die Kriminalpolizei betraut.
Macron sagte in Trappes, die Betroffenen seien wegen ihrer Hautfarbe oder einer ihnen zugeschriebenen Religion angegriffen worden. Seine Bewertung greift damit die von der Staatsanwaltschaft untersuchte rassistische Tatkomponente auf. Die abschließende Beurteilung von Motiv, Vorbereitung und Tatablauf bleibt den Ermittlungsbehörden und später möglicherweise den Gerichten vorbehalten.
Nach übereinstimmenden Medienberichten fanden Ermittler in der Wohnung des Verdächtigen außerdem drei Gasflaschen, elektrische Leitungen und einen Zeitschalter. Ob die Gegenstände tatsächlich zu einer funktionsfähigen Vorrichtung verbunden waren und welchem Zweck sie dienen sollten, wird untersucht. Die Staatsanwaltschaft prüft deshalb auch den Verdacht der Bildung einer terroristischen Vereinigung zur Vorbereitung von Verbrechen gegen Personen.
Der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, sprach von wahllosen Schüssen und einem geplanten Blutbad. Trappes und La Verrière sind eng verbundene Vorortgemeinden im Westen der Region Île-de-France. Während die Verletzten medizinisch versorgt werden, sichern Ermittler Spuren an den einzelnen Tatorten und werten die in der Wohnung gefundenen Gegenstände aus.
Quellen
- Le Monde
- Associated Press
- Reuters
- Parquet national antiterroriste
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).