Paris – 23.10.2026: Sturm Austen hat im Norden und Westen Frankreichs die Stromversorgung und den Verkehr erheblich beeinträchtigt. Nach Angaben des Netzbetreibers Enedis waren am Freitag um 18 Uhr noch 242.000 Haushalte ohne Elektrizität. Besonders schwer traf es die Normandie mit 82.100 betroffenen Anschlüssen und die Bretagne mit 65.800 Ausfällen.
Auch in den Hauts-de-France blieb die Lage angespannt: Dort hatten 32.100 Haushalte keinen Strom. In den Pays de la Loire meldete Enedis 28.200 Ausfälle, in Centre-Val de Loire waren es 7.800. Damit erstreckten sich die Schäden von der Atlantikküste über den Norden bis in den Nordosten des Landes.
Am Morgen hatte Enedis zunächst rund 161.000 unterbrochene Anschlüsse registriert, vor allem in der Bretagne, den Pays de la Loire und der Normandie. Im Tagesverlauf stieg die Zahl deutlich, weil heftige Böen weitere Leitungen und Anlagen beschädigten. Zeitweise waren nach Angaben von France Télévisions bis zu 300.000 Haushalte betroffen. Enedis mobilisierte mehr als 2.000 eigene Beschäftigte und Kräfte von Partnerunternehmen, um Leitungen zu sichern und die Versorgung wiederherzustellen.
Die Arbeiten kommen vielerorts erst voran, wenn beschädigte Abschnitte gefahrlos erreichbar sind. Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen und beschädigte Masten erschweren den Einsatz. Enedis warnt davor, herabgefallene Leitungen zu berühren. Solche Gefahrenstellen sollen dem Netzbetreiber oder den Rettungsdiensten gemeldet werden. Haushalte ohne Strom müssen zudem mit Ausfällen von Heizungen, Telekommunikation und elektrischen Geräten rechnen.
Auch der Bahnverkehr war großflächig betroffen. In der Normandie wurde der Zugbetrieb am Freitag vollständig eingestellt. In den Hauts-de-France fielen zahlreiche Regionalzüge aus; in der Bretagne, in Centre-Val de Loire und im Großraum Paris kam es zu Verspätungen, Ausfällen und Umleitungen. Die Bahngesellschaft SNCF wollte den Verkehr am Samstag, 24. Oktober, nach Sicherheitskontrollen auf einzelnen Strecken schrittweise wieder aufnehmen.
Vor der Freigabe müssen Gleise, Oberleitungen und Signalanlagen auf Schäden und Hindernisse geprüft werden. Äste und umgestürzte Bäume blockierten zudem Straßen und verzögerten Fahrten. Für Reisende bedeutete dies lange Wartezeiten und kurzfristige Änderungen ihrer Verbindungen.
Die wirtschaftlichen Schäden lassen sich bislang nicht landesweit beziffern. Besonders empfindlich sind Unterbrechungen für Geschäfte mit Kühlwaren und für Betriebe, deren Produktion oder Lieferketten von einer durchgehenden Stromversorgung abhängen. Am Freitagabend zog Austen in Richtung Benelux und Deutschland weiter, während die Reparaturteams in Frankreich ihre Einsätze fortsetzten.
Quellen
- Franceinfo
- Enedis
- SNCF Connect
- AFP via TV5MONDE
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).