Wirtschaft

Métrolinie 15 wächst 30 Meter unter dem Großraum Paris

Tief unter dem Großraum Paris entsteht die Métrolinie 15. Als Ringverbindung des Grand Paris Express soll sie Vororte direkt miteinander verknüpfen und Umwege durch das Zentrum vermeiden.

Paris – 29.08.2026: Rund 30 Meter unter der Erdoberfläche wird an einem Tunnel für die künftige Métrolinie 15 gearbeitet. Eine am Samstag veröffentlichte Reportage von Franceinfo dokumentiert den Bau im Untergrund des Grand Paris Express. Die neue Strecke verläuft außerhalb des Pariser Zentrums und soll wichtige Verkehrsknoten in den dicht besiedelten Vororten miteinander verbinden.

Der Grand Paris Express umfasst nach den Planungen rund 200 Kilometer neue, automatische Metrostrecken im Großraum der Hauptstadt. Die Linie 15 bildet seine zentrale Ringverbindung und gliedert sich in einen südlichen, einen westlichen und einen östlichen Abschnitt. Zum Vorhaben gehören Tunnelröhren und Stationsschächte ebenso wie technische Anlagen für den späteren fahrerlosen Betrieb.

Die große Tiefe stellt hohe Anforderungen an Logistik und Sicherheit. Baumaterial, Maschinen und Personal gelangen über Zugangsschächte auf die unterirdischen Baustellen. Dort müssen die Teams den Tunnelbau mit dem Schutz bestehender Gebäude, Verkehrswege und Versorgungsleitungen abstimmen. Was an Straßen und künftigen Bahnhöfen zu sehen ist, bildet daher nur einen kleinen Teil des Gesamtprojekts ab.

Nach Angaben von Île-de-France Mobilités soll die Linie 15 vor allem direkte Fahrten zwischen den Vororten ermöglichen. Reisende müssten dann für viele Verbindungen nicht mehr den Umweg über das Zentrum von Paris nehmen. Der östliche Abschnitt zwischen Saint-Denis Pleyel und Champigny Centre ist 23 Kilometer lang und umfasst zwölf neue Stationen. Die vorgesehene Fahrzeit beträgt 24 Minuten.

Auf diesem Abschnitt rechnet die Verkehrsbehörde langfristig mit etwa 450.000 Fahrgästen täglich. Die gesamte Linie 15 soll als unterirdische, vollautomatische Ringbahn mehrere bestehende Metro-, Regionalbahn- und Straßenbahnlinien verknüpfen. Das verändert auch die Wege zu großen Bahnhöfen, Arbeitsplätzen und Wohngebieten im inneren Vorortgürtel. Gerade für Fahrten zwischen benachbarten Vororten könnte die Ringlinie Verbindungen verkürzen, die bislang einen Wechsel in Paris erfordern.

Der Zeitplan unterscheidet sich je nach Abschnitt. Für die Linie 15 Ost nennt Île-de-France Mobilités einen Betriebsbeginn im Jahr 2031; dort laufen die Bauarbeiten seit 2024. Parallel werden bestehende Stationen umgebaut. Neue Bahnsteige, Zugänge und Umsteigewege sollen später die zusätzlichen Fahrgastströme aufnehmen.

Die Reportage aus dem Tunnel vermittelt vor allem die räumliche Dimension des Vorhabens. Während oberirdisch einzelne Baustellen das Stadtbild prägen, entsteht der größte Teil der Infrastruktur über Jahre hinweg im Verborgenen. Erst die Verbindung der Tunnel, Stationen und technischen Anlagen wird aus den getrennten Baustellen eine durchgehende Ringlinie machen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Île-de-France Mobilités: Métro 15 Ost
  • Île-de-France Mobilités: Métro 15 Süd
  • Île-de-France Mobilités: Métro 15 West

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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