Wirtschaft

Medef bringt Unternehmerforderungen in den Wahlkampf 2027 ein

Auf seiner Jahreskonferenz LaREF in Paris bündelt der Arbeitgeberverband Medef die wirtschaftspolitischen Erwartungen von Unternehmensleitern. Am 27. August sollen sieben erklärte Präsidentschaftsbewerber darüber debattieren.

Paris – 27.08.2026: Der französische Arbeitgeberverband Medef nutzt seine Jahreskonferenz LaREF, um die Interessen der Unternehmen frühzeitig im Präsidentschaftswahlkampf 2027 zu verankern. Zum Abschluss des zweitägigen Treffens im Stade Roland-Garros ist an diesem Donnerstag eine Debatte mit sieben erklärten Bewerbern um das höchste Staatsamt vorgesehen. Ihnen will der Verband einen Forderungskatalog vorlegen, der auf einer groß angelegten Konsultation von Unternehmensleitern beruht.

Die LaREF findet am 26. und 27. August in Paris statt. Der Medef versteht sie als Forum für Unternehmer, Fachleute, politische Entscheidungsträger und Vertreter gesellschaftlicher Institutionen. Weniger als ein Jahr vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen erhält die traditionell wirtschaftlich ausgerichtete Konferenz eine besondere politische Bedeutung: Der Arbeitgeberverband versucht, die Interessen seiner Mitglieder zu bündeln, bevor sich Programme und Bündnisse des Wahlkampfs verfestigen.

Grundlage dafür ist eine landesweite Befragung, die der Medef gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut OpinionWay durchgeführt hat. Nach Angaben des Verbands beteiligten sich vom 15. April bis zum 15. Juli 2026 insgesamt 65.872 Unternehmensleiter. Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Regionen, Branchen und Betriebsgrößen, wobei kleine und mittlere Unternehmen nach Darstellung des Medef einen besonders großen Anteil ausmachten. Der Verband bezeichnet die Konsultation als die bislang umfangreichste dieser Art in seiner Geschichte.

An erster Stelle steht der Wunsch nach niedrigeren Steuern und Sozialabgaben. Der Medef verbindet diese Forderung mit der Erwartung, Unternehmen müssten mehr Spielraum für Investitionen, Neueinstellungen und den Ausbau ihrer Tätigkeit in Frankreich erhalten. Darüber hinaus will die Organisation Fragen der Wettbewerbsfähigkeit, der wirtschaftlichen Attraktivität des Landes und der verlässlichen Rahmenbedingungen für unternehmerische Entscheidungen in die Wahlauseinandersetzung tragen.

Die Konsultation ist keine repräsentative Befragung der französischen Bevölkerung. Auch lässt sich aus der hohen Teilnehmerzahl allein nicht ableiten, dass die Ergebnisse die gesamte Unternehmerschaft abbilden. Sie geben jedoch Aufschluss darüber, welche Anliegen jene Firmenchefs priorisieren, die sich an der vom Medef organisierten Erhebung beteiligt haben. Die vollständigen Resultate sollen während der Konferenz vorgestellt werden.

Mit der Abschlussdebatte erhält der Verband Gelegenheit, seine Forderungen unmittelbar an die Präsidentschaftsbewerber zu richten. Belastbare Aussagen, Zusagen oder konkrete wirtschaftspolitische Vorschläge der sieben Teilnehmer lagen vor Beginn der Veranstaltung noch nicht vor. Nach dem offiziellen Programm endet die LaREF am 27. August im Stade Roland-Garros.

Quellen

  • Franceinfo: Präsidentenwahl 2027 und Forderungen der Unternehmer
  • Medef: Programm und Veranstaltungsdaten der LaREF 2026
  • Medef: Erwartungen der Unternehmen an die Präsidentenwahl 2027
  • Medef: Ankündigung der politischen Abschlussdebatte

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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