Wirtschaft

Frankreichs Gasspeicher sind zu 71,3 Prozent gefüllt

Frankreichs Gasvorräte gelten vor dem Winter als vergleichsweise beruhigend. Der Referenzpreis für Haushalte steigt im September jedoch um 5,6 Prozent.

Paris – 02.09.2026: Frankreich geht mit vergleichsweise gut gefüllten Gasspeichern in den Herbst. Nach Angaben von Emmanuelle Wargon, Präsidentin der Energieregulierungskommission CRE, waren die nationalen Speicher am 2. September zu 71,3 Prozent gefüllt. Mit Blick auf den Winter 2026/2027 bezeichnete sie diesen Stand als relativ beruhigend. Auf den internationalen Märkten bleibt die Lage jedoch angespannt.

Das französische Ziel liegt bei einem Füllstand von mindestens 85 Prozent zu Beginn der Heizperiode. Die verfügbaren Speicherkapazitäten sind laut CRE vollständig von Unternehmen gebucht, die für ihre Befüllung verantwortlich sind. Der Aufbau der Vorräte begann auf niedrigem Niveau: Anfang April waren die Speicher nach früheren Angaben zu weniger als 22 Prozent gefüllt.

Die unterirdischen Reserven bilden einen wichtigen Puffer, können den Verbrauch des Landes aber nicht allein decken. Frankreich importiert rund 95 Prozent seines Erdgases. Ein großer Teil gelangt über Pipelines aus Norwegen ins Land; hinzu kommt Flüssigerdgas, das an französischen Terminals entladen und in das Netz eingespeist wird. Vier landgestützte Terminals verfügen zusammen über eine tägliche Einspeisekapazität von 1.309 Gigawattstunden. Ergänzt werden sie durch das schwimmende Terminal in Le Havre.

In kalten Monaten steigt die Bedeutung der Speicher erheblich. Nach Angaben des Speicherbetreibers Storengy können die Vorräte im Winter ungefähr ein Drittel des nationalen Bedarfs decken, an besonders kalten Tagen auch einen deutlich größeren Anteil. Sie mindern damit das Risiko kurzfristiger Engpässe. Gegen Preisschwankungen auf den internationalen Handelsplätzen bieten sie hingegen keinen Schutz.

Die CRE rechnet deshalb mit weiterem Kostendruck. Wargon verwies auf Frankreichs Abhängigkeit vom Weltmarkt und auf die Folgen des Kriegs im Iran. Unsicherheit über Energieexporte aus dem Nahen Osten verschärft den Wettbewerb um verfügbare Lieferungen von Flüssigerdgas. Frankreich bezieht zwar weniger Gas aus Katar als manche anderen Märkte, bleibt aber den europäischen Großhandelspreisen ausgesetzt.

Der von der CRE veröffentlichte Gasreferenzpreis für September liegt 5,6 Prozent über dem Stand vom 1. August. Für Haushalte im Versorgungsgebiet von GRDF beträgt er durchschnittlich 122,16 Euro je Megawattstunde ohne Steuern und 172,05 Euro einschließlich Steuern. Der Wert ist kein verbindlicher Tarif, sondern dient Verbrauchern als monatliche Orientierung für Angebote der Versorger.

Betroffen sind vor allem Kunden mit Verträgen, deren Preis an diesen Referenzwert oder an Marktindizes gekoppelt ist. Festpreisverträge werden während ihrer vereinbarten Laufzeit nicht automatisch angepasst. In den Referenzwert fließen neben den Beschaffungskosten auch Ausgaben für Transport, Speicherung und Vertrieb ein.

Quellen

  • Franceinfo
  • Commission de régulation de l'énergie
  • Connaissance des Énergies mit AFP
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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