Politik & Gesellschaft

Macron verteidigt in Mende das Handyverbot an Gymnasien

Zum Schuljahresbeginn stellt sich Emmanuel Macron am Lycée Chaptal der Kritik von Jugendlichen. Das neue Handyverbot gilt nun auch an französischen Gymnasien und bringt für die Schulen praktische Aufgaben mit sich.

Mende – 02.09.2026: Zum Beginn des neuen Schuljahres hat Präsident Emmanuel Macron das Lycée Chaptal in Mende besucht und mit Jugendlichen über das Handyverbot an französischen Gymnasien gesprochen. Er fragte die Schülerinnen und Schüler unmittelbar nach ihrer Meinung zu der Regel, die seit dem 1. September auch für die Oberstufe gilt. Der Austausch machte deutlich, dass die politische Vorgabe bei den Betroffenen keineswegs auf einhellige Zustimmung stößt.

Die Regierung begründet die Ausweitung mit dem Lernklima, der Konzentrationsfähigkeit und einem bewussteren Umgang mit digitalen Medien. Nach Angaben des Bildungsministeriums erfasst die Regel Mobiltelefone und andere elektronische Kommunikationsgeräte. Deren Nutzung ist grundsätzlich auf dem gesamten Schulgelände sowie bei schulischen Aktivitäten außerhalb des Schulareals untersagt. Ausnahmen gelten unter anderem für Geräte, auf die Jugendliche wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen angewiesen sind.

Am Lycée Chaptal verwiesen Vertreter der Schülerschaft Medienberichten zufolge darauf, dass eine große Mehrheit der befragten Jugendlichen die Einschränkung ablehne. Macron hielt dagegen: Die Schule müsse einen Raum schaffen, in dem Lernen und die Entwicklung kritischen Urteilsvermögens Vorrang vor ständiger digitaler Ablenkung hätten. Damit verteidigte der Präsident eine Maßnahme, die tief in den Alltag der Jugendlichen eingreift und deren Erfolg wesentlich von ihrer praktischen Umsetzung abhängt.

Denn das Verbot allein beantwortet noch nicht, wie Telefone während des Schultags aufbewahrt werden, welche Ausnahmen zugelassen sind und wie Schulen auf Verstöße reagieren. Diese Fragen müssen Schulleitungen und Lehrkräfte vor Ort regeln. Das Lycée Chaptal hatte bereits zuvor Bereiche ausgewiesen, in denen Handys nicht benutzt werden sollen. Wegen des Präsidentenbesuchs wurde zudem der Schulbeginn angepasst: Neue Schülerinnen und Schüler wurden am 1. September gesondert empfangen, für die übrigen Jahrgänge begann der reguläre Unterricht am 2. September.

Politisch knüpft die Regel an bereits bestehende Einschränkungen an Schulen und Collèges an. Mit der Ausweitung auf die Lycées werden nun nach Regierungsangaben rund 2,2 Millionen weitere Schülerinnen und Schüler erfasst. Der Besuch in Mende gab Macron Gelegenheit, die Verschärfung ausgerechnet dort zu erläutern, wo ihre Akzeptanz begrenzt erscheint.

Für das Bildungsministerium ist das mobiltelefonfreie Schulumfeld Teil einer stärker geregelten digitalen Bildung. Ob die Vorschrift im Alltag einheitlich durchgesetzt werden kann, hängt jedoch von den organisatorischen Möglichkeiten der einzelnen Schulen ab. Am Lycée Chaptal begann diese Bewährungsprobe mit dem ersten regulären Unterrichtstag am 2. September.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französisches Bildungsministerium
  • Lycée Chaptal Mende
  • Le Parisien

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels

Geräteansicht