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Erdbeben vor den Aleuten löst keinen Tsunami-Alarm aus

Ein Erdbeben der Stärke 6,2 hat am 3. September die Aleuten erschüttert. Nach Angaben des US-Tsunami-Warnzentrums besteht für Alaska, Kanada und die Westküste der Vereinigten Staaten keine Tsunami-Gefahr.

Nikolski – 03.09.2026: Südwestlich von Nikolski auf den zu Alaska gehörenden Aleuten hat sich am Donnerstag ein Erdbeben der Stärke 6,2 ereignet. Nach Angaben des nationalen Tsunami-Warnzentrums der Vereinigten Staaten lag das Epizentrum rund 105 Kilometer südwestlich des Ortes. Die Erschütterung wurde um 11.17 Uhr koordinierter Weltzeit registriert, entsprechend 13.17 Uhr in Paris.

Das Warnzentrum verortete das Beben bei 52,015 Grad nördlicher Breite und 169,221 Grad westlicher Länge. Der Erdbebenherd lag demnach etwa 78 Kilometer unter der Oberfläche. Neben Stärke und Lage gehört die Tiefe zu den wesentlichen Messgrößen, anhand derer Fachleute mögliche Folgen beurteilen. Für die Entstehung eines Tsunamis ist vor allem entscheidend, ob und wie stark sich der Meeresboden während eines Bebens verschiebt.

Wenige Minuten nach der Erschütterung veröffentlichte das Zentrum eine Mitteilung für Alaska, die kanadische Provinz British Columbia und die Westküste der Vereinigten Staaten. Für keine dieser Regionen wurde eine Tsunami-Warnung, eine Gefahrenstufe oder ein Beobachtungsstatus ausgerufen. Den amtlichen Angaben zufolge bestand somit keine akute Bedrohung durch ungewöhnlich hohe Wellen.

Erste Angaben hatten die Stärke mit 6,3 und die Entfernung zu Nikolski mit 84 Kilometern beziffert. Die aktuelle Mitteilung des Warnzentrums nennt dagegen eine Magnitude von 6,2 und eine Entfernung von 65 Meilen, also rund 105 Kilometern. Solche Abweichungen sind unmittelbar nach einem Erdbeben nicht ungewöhnlich. Automatische Systeme erstellen zunächst vorläufige Werte, die nach der Auswertung zusätzlicher Messstationen präzisiert werden können.

Nikolski liegt auf Umnak Island im westlichen Teil der Aleuten. Die dünn besiedelte Inselkette zieht sich vom Festland Alaskas weit in den Nordpazifik. Sie gehört zu einer geologisch besonders aktiven Region: Dort schiebt sich die Pazifische Platte unter die Nordamerikanische Platte. Entlang dieser Plattengrenze werden regelmäßig Erdbeben registriert, darunter auch starke Ereignisse.

Weil viele Erdbebenherde der Region unter dem Meer liegen, prüfen die zuständigen Warnstellen nach stärkeren Erschütterungen umgehend das Tsunami-Risiko. Dabei werden Messdaten des Bebens mit Beobachtungen des Meeresspiegels und Modellrechnungen abgeglichen. Eine vergleichsweise hohe Magnitude allein bedeutet noch nicht, dass gefährliche Wellen entstehen.

Auch die Einstufung eines Erdbebens als bedeutendes Ereignis durch den United States Geological Survey beruht nicht ausschließlich auf seiner Stärke. Berücksichtigt werden unter anderem mögliche Schäden, automatische Gefahrenbewertungen und Berichte aus der betroffenen Region. Die amtliche Tsunami-Mitteilung zum Beben vom 3. September hielt ausdrücklich fest, dass für Alaska, British Columbia und die Westküste der Vereinigten Staaten keine Warnlage bestand.

Quellen

  • U.S. Tsunami Warning System
  • United States Geological Survey

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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