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Erdbeben der Stärke 5,4 erschüttert Chinas Provinz Sichuan

Nordwestlich der chinesischen Stadt Jiangyou hat sich am 3. September ein flaches Erdbeben der Stärke 5,4 ereignet. Bestätigte Angaben zu Schäden oder Verletzten lagen zunächst nicht vor.

Jiangyou – 03.09.2026: Ein Erdbeben der Stärke 5,4 hat am Donnerstag den Norden der chinesischen Provinz Sichuan erschüttert. Nach Angaben des United States Geological Survey lag das Epizentrum rund 21 Kilometer westnordwestlich der Stadt Jiangyou. Das Beben ereignete sich um 19.39 Uhr Ortszeit, entsprechend 11.39 Uhr koordinierter Weltzeit.

Die erste Auswertung verortete den Erdbebenherd in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern. Solche vergleichsweise flachen Beben können an der Erdoberfläche deutlich wahrgenommen werden, weil die seismischen Wellen nur eine kurze Strecke bis dorthin zurücklegen. Wie stark die Erschütterungen an einzelnen Orten ausfielen, ließ sich zunächst jedoch nicht belastbar beurteilen. Auch Messwerte zur Magnitude, Tiefe und genauen Lage können von den Fachstellen nachträglich korrigiert werden, sobald weitere Daten der seismischen Stationen vorliegen.

Jiangyou gehört zum Verwaltungsgebiet der Großstadt Mianyang. Das Epizentrum befand sich nach den verfügbaren Messdaten an Land, in einer Region mit Städten, kleineren Siedlungen und bergigem Gelände. Ob und wie weit das Beben in den umliegenden Gebieten zu spüren war, war zum Redaktionsschluss nicht durch offizielle örtliche Angaben bestätigt.

Ebenso gab es zunächst keine verlässlichen Meldungen über Verletzte, Gebäudeschäden oder Beeinträchtigungen von Straßen und anderen Verkehrswegen. Nach Erdbeben prüfen die zuständigen Stellen gewöhnlich die Stabilität von Gebäuden und die Funktionsfähigkeit von Strom-, Verkehrs- und Kommunikationsverbindungen. In Hanglagen können Erschütterungen zudem Steinschläge oder Erdrutsche auslösen. Ob solche Folgen in diesem Fall eingetreten sind, blieb vorerst offen.

Sichuan zählt zu den seismisch besonders aktiven Regionen Chinas. Verantwortlich dafür sind großräumige Spannungen in der Erdkruste, die mit der Kollision der indischen und der eurasischen Kontinentalplatte zusammenhängen. Die komplexen geologischen Verwerfungen am Rand des tibetischen Hochlands führen in der Provinz immer wieder zu Erdbeben unterschiedlicher Stärke.

Jiangyou und Mianyang lagen 2008 im weiteren Einwirkungsbereich des verheerenden Wenchuan-Erdbebens vom 12. Mai. Jenes Beben war erheblich stärker und verursachte in Sichuan katastrophale Zerstörungen. Der Erdstoß vom Donnerstag ist wegen seiner deutlich geringeren Magnitude und seiner eigenen Lage nicht mit der Katastrophe von 2008 gleichzusetzen.

Für die Bewertung möglicher Folgen reichen Magnitude und Tiefe allein nicht aus. Maßgeblich sind auch die tatsächliche Bodenbewegung, die Entfernung zu bewohnten Orten, der Untergrund und die Bauweise der Gebäude. Nach einem Beben dieser Stärke können Nachbeben auftreten, die meist schwächer ausfallen. Das United States Geological Survey erfasst entsprechende Messungen fortlaufend in seinem weltweiten Erdbebenkatalog.

Quellen

  • United States Geological Survey, Erdbebenkatalog
  • Earthquakelist, Ereignisauswertung
  • Länderblick News, dokumentierte Ausgangsmeldung

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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