Wirtschaft

Warum Schulartikel günstiger werden, Lebensmittel aber kaum

Rabatte und saisonale Verkaufsaktionen entlasten französische Familien vor dem Schulbeginn. Die amtlichen Daten zeigen jedoch: Lebensmittel sind weitgehend preisstabil, und auch Schulartikel sind nicht pauschal billiger geworden.

Paris – 26.08.2026: Vor dem Schulbeginn entdecken Familien in Frankreich bei einzelnen Produkten niedrigere Preisschilder. Dahinter stehen vor allem zeitlich begrenzte Sonderangebote, Sommerschlussverkäufe und der intensive Wettbewerb im Einzelhandel. Ein allgemeiner Rückgang der Kosten für den Schulstart lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Die Entlastung hängt vom Geschäft, von der Marke und von der Zusammensetzung des Warenkorbs ab.

Die jüngsten endgültigen Daten des nationalen Statistikamts Insee beziehen sich auf Juli 2026. Demnach blieben die Lebensmittelpreise gegenüber Juni nahezu unverändert und stiegen lediglich um 0,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen sie um 1,0 Prozent höher. Nach den erheblich stärkeren Preissteigerungen der vergangenen Jahre hat die Dynamik damit deutlich nachgelassen. Von einem breit angelegten Rückgang der Lebensmittelpreise kann dennoch keine Rede sein.

Besonders unterschiedlich entwickeln sich frische und haltbare Waren. Frische Lebensmittel verteuerten sich binnen Jahresfrist um 3,8 Prozent. Bei Tomaten und Zucchini blieb der Anstieg deutlich, auch wenn er sich etwas verlangsamte. Brot und Getreideerzeugnisse kosteten dagegen ungefähr so viel wie ein Jahr zuvor. Milch, Milchprodukte und Eier wurden nur geringfügig teurer, während Öle und Fette weiterhin günstiger waren.

Bei Schulmaterialien greifen saisonale Marktmechanismen stärker als bei Grundnahrungsmitteln. Insee zufolge weitet der Handel seine Werbeaktionen für Schreibwaren, Stifte und Büromaterial regelmäßig im Juli, August und September aus. Preisnachlässe werden unmittelbar an der Kasse oder über größere Packungen gewährt. Das kann den Stückpreis senken, verlangt von Familien aber mitunter einen höheren Einkauf auf einmal. Zudem gelten die Aktionen häufig nur für ausgewählte Marken und Produkte; eine dauerhafte Preissenkung bedeuten sie nicht.

Auch die allgemeine Preisstatistik spricht gegen vorschnelle Schlüsse. Im Juni lagen die Preise für Zeitungen, Bücher und Schreibwaren nach Angaben von Insee noch 2,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Viele Industrieprodukte wurden hingegen günstiger, auch infolge der Sommerschlussverkäufe. Kleidung und Schuhe kosteten im Juli 2,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das kann Haushalte entlasten, wenn zum Schulbeginn zugleich Hosen, Jacken oder Sportschuhe benötigt werden.

Über alle Konsumausgaben hinweg stiegen die Preise im Juli binnen Jahresfrist um 2,1 Prozent, nach 1,8 Prozent im Juni. Ausschlaggebend waren vor allem Dienstleistungen und Energie; Industrieprodukte verbilligten sich. Für Familien ergibt sich somit ein gemischtes Bild: Bei Heften, Stiften und Kleidung können gezielte Angebote die Rechnung senken, während der regelmäßige Lebensmitteleinkauf insgesamt eher stabil als günstiger geworden ist.

Quellen

  • Franceinfo
  • Insee: Verbraucherpreisindex Juli 2026
  • Insee: Verbraucherpreisindex Juni 2026

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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