Los Santos – 26.08.2026: Ein Erdbeben der Stärke 5,1 hat am Mittwoch Kolumbien erschüttert. Nach Angaben des Kolumbianischen Geologischen Dienstes lag das Epizentrum in der Gemeinde Los Santos im nordöstlichen Département Santander. Die nationale seismologische Station registrierte den Erdstoß um 11.45 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von 149 Kilometern.
Bis zum Nachmittag gingen bei der Behörde mehr als 2.000 Meldungen von Menschen ein, die das Beben wahrgenommen hatten. Solche Berichte werden über ein staatliches Meldesystem gesammelt. Sie helfen Fachleuten dabei, die Intensität und räumliche Ausbreitung der Erschütterungen zu bestimmen. Anders als die Magnitude, die die am Ursprungsort freigesetzte Energie bezeichnet, kann die wahrgenommene Intensität von Ort zu Ort erheblich variieren.
Los Santos liegt in einer seismisch aktiven Region, in der wiederholt tiefe Erdbeben registriert werden. Die große Tiefe des aktuellen Ereignisses unterscheidet es von flacheren Beben, die in der Nähe ihres Epizentrums häufig stärkere Schäden verursachen. Der Geologische Dienst kündigte an, die seismische Aktivität weiter zu beobachten. Berichte über Verletzte oder Sachschäden lagen in der ersten Mitteilung der Behörde nicht vor.
Das Beben traf ein Land, das noch mit den Folgen des schweren Erdstoßes vom 10. August ringt. Dessen Epizentrum lag bei San José del Palmar im westkolumbianischen Département Chocó. Mit einer Stärke von 7,4 und einer Tiefe von 103 Kilometern war es nach Angaben des Geologischen Dienstes das stärkste in Kolumbien registrierte Erdbeben des 21. Jahrhunderts.
Die kolumbianische Regierung rief am 19. August per Dekret für 30 Kalendertage den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Notstand aus. Nach ihren Angaben wurden Wohnungen, Verkehrswege, Schulen, Gesundheitseinrichtungen und Versorgungsanlagen in 14 Départements beschädigt oder beeinträchtigt. Der Ausnahmezustand soll es den Behörden ermöglichen, Hilfsmaßnahmen und den Wiederaufbau schneller zu organisieren.
Zwischen den beiden Ereignissen liegen mehrere Hundert Kilometer: San José del Palmar befindet sich im gebirgigen Westen nahe der Pazifikregion, Los Santos dagegen im Nordosten des Landes. Ein unmittelbarer Zusammenhang wurde von der Behörde nicht angegeben. Kolumbiens Geologischer Dienst überwacht Erdbeben mit einem landesweiten Netz aus 201 Messstationen. Zusätzlich wertet er die Meldungen der Bevölkerung aus, um zu erfassen, in welchen Gebieten und mit welcher Stärke der Erdstoß von Los Santos zu spüren war.
Quellen
- Franceinfo
- Kolumbianischer Geologischer Dienst: Erdbeben in Los Santos vom 26. August 2026
- Kolumbianischer Geologischer Dienst: Aktualisierung zum Erdbeben in San José del Palmar
- Präsidentenamt Kolumbiens: Notstandsdekret nach dem Erdbeben vom 10. August 2026
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).