Wirtschaft

Straßburg senkt Parkgebühren in der Innenstadt

Seit dem 1. September kostet dreistündiges Parken in der roten Zone höchstens 17 Euro. Autofahrer und Händler begrüßen die Entlastung, fordern aber weitere Preissenkungen.

Straßburg – 02.09.2026: Straßburg hat die Gebühren für das Parken am Straßenrand zum 1. September deutlich gesenkt. In der roten Tarifzone, die das Stadtzentrum umfasst, kosten drei Stunden nun höchstens 17 Euro. Zuvor konnte der Preis bis auf 35 Euro steigen. Auch in der orangefarbenen und der grünen Zone gelten neue Obergrenzen, dort nach vier beziehungsweise fünf Stunden.

Die Tarife für kürzere Aufenthalte bleiben unverändert. In der roten Zone kostet eine Stunde 3,50 Euro, für zwei Stunden werden acht Euro fällig. Erst bei längerer Parkdauer greift die Entlastung. Gebührenpflicht besteht montags bis samstags von 9 bis 19 Uhr; an Sonn- und Feiertagen kann kostenlos geparkt werden.

Die Stadt unterscheidet zwischen dem regulären Tarif und dem nachträglich erhobenen Entgelt, dem sogenannten Forfait de post-stationnement. Es wird fällig, wenn Autofahrer gar nicht oder nicht ausreichend bezahlt haben, und beträgt weiterhin 35 Euro. Bei fristgerechter Begleichung reduziert sich die Forderung auf 17 Euro. Wer die zulässige Höchstdauer überschreitet, muss ebenfalls mit einem solchen Bescheid rechnen.

Mit der neuen Staffelung reagiert Straßburg auf einen offenkundigen Widerspruch im bisherigen System: Nach mehreren Stunden konnte ein ordnungsgemäß bezahlter Parkplatz ebenso viel kosten wie das nachträgliche Entgelt für einen Verstoß. Das machte es für manche Fahrer finanziell wenig attraktiv, die gesamte Parkdauer am Automaten oder per App zu bezahlen. Die Obergrenze soll diesen Fehlanreiz beseitigen.

Autofahrer und Geschäftsleute begrüßen die Senkung laut Franceinfo, halten sie jedoch für unzureichend. Sie verlangen niedrigere Tarife auch für kürzere Aufenthalte. Händler argumentieren, hohe Parkkosten könnten Kunden von einem Besuch der Innenstadt abhalten, insbesondere wenn diese weder mit Bus und Straßenbahn noch mit dem Fahrrad anreisen können.

Die Stadt verweist auf Alternativen zum Straßenparken. Park-and-Ride-Anlagen am Straßenbahnnetz kosten 4,20 Euro pro Tag; im Preis sind Fahrten mit Bus und Straßenbahn für die Insassen des Fahrzeugs enthalten. Auch Parkhäuser bieten teilweise günstigere Tarife für längere Aufenthalte. Wer dennoch am Straßenrand parkt, muss auf die Tarifzone achten: Ein Parkschein gilt nur in der Zone, für die er gelöst wurde.

Bereits zum 1. Juli hatte Straßburg die monatlichen Gebühren für Anwohner gesenkt. Haushalte mit geringem Einkommen zahlen seither fünf statt 15 Euro, Haushalte mit mittlerem Einkommen zehn statt 30 Euro. Der reguläre Monatstarif wurde von 40 auf 20 Euro halbiert.

Quellen

  • Franceinfo
  • Stadt und Eurometropole Straßburg
  • Dernières Nouvelles d'Alsace

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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