Politik & Gesellschaft

Fünf Jahre Haft wegen vier Feuerlegungen in Südfrankreich

Ein 51-Jähriger ist wegen vier vorsätzlich gelegter Brände in den Pyrénées-Orientales zu fünf Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Nach dem Urteil blieb er in Haft.

Perpignan – 02.09.2026: Ein 51 Jahre alter Mann ist wegen vier Feuerlegungen in den Pyrénées-Orientales zu fünf Jahren Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Nach Angaben von Franceinfo hatte er im Laufe des Sommers Brände in Amélie-les-Bains-Palalda sowie in der Umgebung von Perpignan ausgelöst. Das Gericht ordnete an, dass der Mann nach dem Urteil in Haft bleibt. Sein Name wurde nicht veröffentlicht.

Das Verfahren betraf vier einzelne Brandherde in zwei Gebieten des südfranzösischen Départements. Zu den Tatzeitpunkten, zum möglichen Motiv des Verurteilten und zur Höhe der entstandenen Schäden wurden zunächst keine näheren Angaben bekannt. Ebenso blieb offen, wie die Ermittler dem 51-Jährigen die einzelnen Taten zuordneten. Die Verurteilung stützt sich nach den veröffentlichten Informationen jedoch auf den Vorwurf, die Feuer vorsätzlich gelegt zu haben.

Amélie-les-Bains-Palalda liegt im Vallespir, nahe der Grenze zu Spanien und rund 40 Kilometer südwestlich von Perpignan. Die Gemeinde war Ende Juli bereits durch einen Brand in einer Veranstaltungshalle belastet worden. Dieser Vorfall ist von den nun abgeurteilten Feuerlegungen zu unterscheiden. Die räumliche Nähe mehrerer Brände erklärt jedoch, weshalb Feuerwehren und Ermittler in der Region während des Sommers besonders aufmerksam waren.

Die Pyrénées-Orientales gehören zu den französischen Départements, in denen Vegetationsbrände bei anhaltender Trockenheit rasch außer Kontrolle geraten können. Neben hohen Temperaturen verschärft die Tramontane, ein trockener und häufig starker Wind, die Gefahr. Flammen können sich unter solchen Bedingungen schnell über dürres Gras, Buschland und Wälder ausbreiten. Die Präfektur warnte deshalb wiederholt vor einer sehr hohen Wald- und Flächenbrandgefahr.

Wie schwer die Folgen eines großen Feuers ausfallen können, hatte sich bereits zu Beginn des Sommers gezeigt. Ein Brand bei Trévillach verwüstete nach Behördenangaben rund 5.000 Hektar Land. Etwa 12.000 Menschen mussten ihre Häuser zeitweise verlassen. Jeder neue Brandalarm bindet in einer solchen Lage erhebliche Kräfte: Feuerwehrleute sichern Ortschaften, Straßen werden gesperrt, gefährdete Häuser geräumt und Zufahrten für Rettungsfahrzeuge freigehalten.

Das Urteil ist nach den bisher veröffentlichten Angaben noch nicht als rechtskräftig bezeichnet worden. Gegen strafgerichtliche Entscheidungen können in Frankreich grundsätzlich Rechtsmittel eingelegt werden. Ob der Mann Berufung plant, war am Mittwoch nicht bekannt. Auch über mögliche Entschädigungsforderungen von Gemeinden, Grundstückseigentümern oder anderen Betroffenen lagen keine Angaben vor.

Während der sommerlichen Gefahrensaison gelten in dem Département strenge Regeln für den Umgang mit offenem Feuer, darunter Beschränkungen für das Verbrennen von Pflanzenresten und für Feuerwerk. Der 51-Jährige wurde nach der Verkündung des Urteils nicht freigelassen, sondern blieb in Haft.

Quellen

  • Franceinfo
  • Cour d'appel de Montpellier
  • Präfektur der Pyrénées-Orientales

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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