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Sportministerin fordert neue Prüfung im Fall Girondins Bordeaux

Marina Ferrari hat den französischen Fußballverband gebeten, den Ausschluss der Girondins Bordeaux aus den nationalen Ligen erneut zu prüfen. Eine bestimmte Entscheidung verlangt sie nicht.

Bordeaux – 02.09.2026: Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari hat den französischen Fußballverband gebeten, die Lage der Girondins Bordeaux erneut zu prüfen. Dem Sender Ici Gironde sagte sie, sie habe Verbandspräsident Philippe Diallo auf die Bedeutung des Traditionsvereins für Bordeaux und die Region hingewiesen. Eine unmittelbare Weisungsbefugnis gegenüber dem Verband habe sie nicht. Auch verlange sie weder eine automatische Wiederaufnahme noch die Einstufung in eine bestimmte Liga.

Ferrari räumte ein, dass Missmanagement der früheren Vereinsführung den sportlichen und wirtschaftlichen Absturz verursacht habe. Zwischen der Versetzung in den Regionalfußball und einem möglichen Verschwinden des Klubs könne es jedoch einen rechtlich und sportlich tragfähigen Weg geben. Ihr Vorstoß zielt damit auf eine erneute Befassung der zuständigen Gremien, nicht auf eine politische Anordnung zugunsten des Vereins.

Der Finanzkontrollausschuss des Verbandes, die Direction nationale du contrôle de gestion, hatte Bordeaux am 30. Juni 2026 aus den nationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Die Berufungsinstanz bestätigte die Entscheidung am 15. Juli. Nach Angaben des Verwaltungsgerichts Paris hatte der Klub zu diesen Zeitpunkten keine ausreichenden wirtschaftlichen und finanziellen Garantien für die Saison 2026/2027 vorgelegt. Sportlich hätte Bordeaux nach dem vierten Platz in seiner Gruppe in der neu geordneten nationalen Spielklasse bleiben können.

Anschließend wandte sich der Verein an das Französische Nationale Olympische und Sportkomitee. Dessen Vermittler empfahl am 14. August, die Entscheidung der Finanzkontrolle aufrechtzuerhalten. Bordeaux und die als mögliche Erwerberin auftretende Sparta Capital zogen daraufhin im Eilverfahren vor das Verwaltungsgericht Paris. Das Gericht wies ihre Anträge am 21. August zurück und bestätigte den Ausschluss.

Im Verfahren spielte der Zeitpunkt der angebotenen Finanzierung eine zentrale Rolle. Eine Gesellschaft aus dem Umfeld von Sparta Capital hatte am 31. Juli 10,6 Millionen Euro auf ein bei der Caisse des dépôts eingerichtetes Konto der Insolvenzverwalter überwiesen. Die Freigabe des Geldes war jedoch an den Verbleib der Girondins in der National 1 gebunden. Das Gericht hielt es für rechtmäßig, dass die Finanzkontrolle diesen späteren Vorgang nicht berücksichtigte: Die entsprechenden Nachweise hätten bereits bei der Berufungsverhandlung am 15. Juli vorliegen müssen.

Zudem verwies das Gericht auf die Gleichbehandlung der Vereine und die verbindlichen Spielpläne. Das schränkt den Spielraum des Verbandes trotz Ferraris Bitte erheblich ein. Die Girondins sind derzeit dem Regionalfußball zugeordnet. Bereits im Juli hatte der Verein angekündigt, alle verfügbaren Möglichkeiten zur Sicherung seines Fortbestands zu prüfen. Über eine Rückkehr in den nationalen Spielbetrieb können allein die zuständigen Verbandsorgane entscheiden.

Quellen

  • Franceinfo
  • Verwaltungsgericht Paris
  • Girondins Bordeaux
  • Französischer Fußballverband
  • Le Parisien

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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