Grand Canyon – 31.08.2026: Nach einer schweren Sturzflut im Grand-Canyon-Nationalpark suchen Einsatzkräfte nach mehr als 20 Menschen, die als vermisst gelten oder bislang nicht erreicht werden konnten. Der National Park Service bat Angehörige und andere Personen mit Informationen über Wanderer und Rucksacktouristen um Hinweise. Betroffen ist ein abgelegenes Gebiet rund um den Bright Angel Canyon und die Unterkunft Phantom Ranch im US-Bundesstaat Arizona.
Die Flut setzte nach Angaben der Parkverwaltung am Samstag, 29. August, gegen 14.30 Uhr Ortszeit ein. Starkregen ließ den Bright Angel Creek innerhalb kurzer Zeit anschwellen. Das Wasser riss große Felsbrocken, Metallteile und weiteres Geröll mit sich und trug die Trümmer bis in den Colorado River. Fußgängerbrücken sowie weitere Teile der Infrastruktur im inneren Canyon wurden beschädigt oder zerstört.
Einsatzkräfte des National Park Service und des Arizona Department of Public Safety flogen bis Sonntagmorgen 62 Menschen aus Phantom Ranch und vom unteren Abschnitt des North Kaibab Trail aus. Weitere Evakuierungen waren vorbereitet. Die Geretteten wurden zur Maswik Lodge am Südrand des Canyons gebracht, wo das Amerikanische Rote Kreuz Unterstützung organisierte.
Die Suche wird durch die Abgeschiedenheit des Geländes erschwert. Phantom Ranch liegt tief im Canyon und ist nicht über eine Straße erreichbar. Die Behörden wollen insbesondere klären, wer am 29. August entlang des Bright Angel Creek unterwegs war, auf dem North Kaibab Trail zwischen dem Ausgangspunkt und Phantom Ranch wanderte oder auf dem Bright Angel Campground übernachtete. Auch für den engen Schluchtabschnitt The Box nördlich von Phantom Ranch werden Angaben zu möglichen Wanderern und Campern gesucht.
Der North Kaibab Trail und Phantom Ranch bleiben wegen der Schäden geschlossen. Gruppen auf dem Colorado River müssen gesonderte Anweisungen der Parkranger beachten. Für den 31. August warnte die Parkverwaltung erneut vor Gewittern und Starkregen. In den steilen Seitentälern können Niederschläge rasch weitere Sturzfluten auslösen; zudem drohen Gerölllawinen, Steinschlag und plötzlich unpassierbare Wege.
Die Flut beeinträchtigt außerdem die Wasserversorgung des Nationalparks. Die beschädigte Transcanyon-Wasserleitung ist außer Betrieb, während die Reserven am Südrand begrenzt sind. Seit dem 31. August gelten dort strenge Sparmaßnahmen. Hotels und Lodges innerhalb des Parks dürfen vorerst keine Übernachtungsgäste aufnehmen. Das vorhandene Wasser soll vorrangig den Einwohnern, den Rettungsdiensten und dem laufenden Parkbetrieb zur Verfügung stehen.
Quellen
- Franceinfo: Suche nach Vermissten nach Sturzflut im Grand Canyon
- National Park Service: Suche nach nicht erreichten Personen nach der Sturzflut
- National Park Service: Schließung von Phantom Ranch und North Kaibab Trail
- National Park Service: Wassersparmaßnahmen am South Rim
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).