Politik & Gesellschaft

Macron verteidigt Handyverbot an Frankreichs Gymnasien

Frankreich weitet das Handyverbot auf Gymnasien aus. Bei einem Besuch in Mende begründete Präsident Emmanuel Macron die Regel mit besserer Konzentration und dem Schutz des kritischen Denkens.

Mende – 02.09.2026: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat das neue Handyverbot an Gymnasien verteidigt. Bei einem Besuch des Lycée Chaptal in Mende sagte er vor Schülerinnen und Schülern, ein Telefon habe auf dem Schulgelände keinen guten Platz. Die landesweite Regel gehört zu den Neuerungen des Schuljahres 2026 und betrifft zusammen mit den bereits geltenden Vorschriften die rund 11,6 Millionen Schülerinnen und Schüler im französischen Bildungssystem.

Nach Angaben des Bildungsministeriums ist die Nutzung von Mobiltelefonen und anderen elektronischen Kommunikationsgeräten seit Beginn des Schuljahres an Grundschulen, Collèges und Lycées untersagt. Das Verbot gilt auf dem Schulgelände und bei schulischen Aktivitäten außerhalb der Einrichtungen. Ausnahmen sind für Geräte vorgesehen, die Kinder und Jugendliche wegen einer Behinderung oder einer schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigung benötigen.

Macron begründete die Vorschrift in Mende vor allem mit der Konzentration im Unterricht und der Entwicklung kritischen Denkens. Jugendliche besuchten die Schule, um Wissen zu erwerben und ihre Urteilsfähigkeit auszubilden. Die Regel reicht damit über Fragen der Disziplin hinaus: Der Staat will die ständige Verfügbarkeit digitaler Inhalte während des Schultags begrenzen und den Unterricht vor dauernder Ablenkung schützen.

An Grundschulen und Collèges ist die private Handynutzung bereits seit 2018 grundsätzlich verboten. Für die Gymnasien war die Lage bislang weniger einheitlich, weil die Einrichtungen eigene Regeln festlegen konnten. Die Ausweitung schafft nun einen landesweiten Rahmen. Für dessen Umsetzung bleiben jedoch die einzelnen Schulen verantwortlich.

Die Lycées müssen deshalb praktikable Verfahren entwickeln. Sie können etwa festlegen, ob Telefone während des Schultags ausgeschaltet in Taschen bleiben oder an einem bestimmten Ort verwahrt werden. Auch die Kontrolle in den Pausen, mögliche Ausnahmen für pädagogische Zwecke und der Umgang mit Verstößen müssen in den jeweiligen Hausordnungen geregelt werden. Das Bildungsministerium lässt örtliche Anpassungen zu, sofern sie mit den landesweiten Vorgaben vereinbar sind.

Macrons Besuch in der Präfektur des Départements Lozère war Teil seines politischen Auftakts zum französischen Schuljahresbeginn. Anschließend sprach der Präsident an der Ausbildungsstätte der Universität Montpellier in Mende mit angehenden Lehrkräften. Dort befasste er sich mit der Reform der Lehrerausbildung, die im Schuljahr 2026 schrittweise umgesetzt werden soll.

Das Handyverbot fügt sich in die französische Politik zur Begrenzung der Bildschirmnutzung Minderjähriger ein. Im Schulalltag hängt seine Umsetzung nun von klaren Hausordnungen, geeigneten Aufbewahrungsmöglichkeiten und der Zusammenarbeit von Schulleitungen, Lehrkräften, Eltern sowie Jugendlichen ab. Rechtlich gilt die erweiterte Regel seit Beginn des Schuljahres 2026 auch an den Gymnasien.

Quellen

  • Franceinfo
  • Élysée-Palast
  • Französisches Bildungsministerium
  • Service-Public.fr

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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