Politik & Gesellschaft

Frankreich protestiert gegen hohe Lebenshaltungskosten

In zahlreichen französischen Städten finden Kundgebungen gegen hohe Lebenshaltungskosten statt. In Paris darf der Demonstrationszug nach einer Gerichtsentscheidung nur zwischen Porte d'Italie und Porte de Vincennes verlaufen.

Paris – 24.10.2026: In zahlreichen französischen Städten finden an diesem Samstag Kundgebungen und Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten statt. Die Proteste folgen auf den landesweiten Mobilisierungstag vom 17. Oktober. Behörden haben vielerorts besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. In Paris wurde der zulässige Demonstrationszug kurzfristig auf eine Strecke am östlichen und südlichen Rand der Hauptstadt beschränkt.

Die Pariser Polizeipräfektur genehmigte einen Zug zwischen Porte d'Italie im 13. Arrondissement und Porte de Vincennes im 12. Arrondissement. Er darf zwischen 13 und 19 Uhr über die Boulevards des Maréchaux führen. Die ursprünglich zwischen Bastille und Nation vorgesehene Strecke im Zentrum wurde untersagt. Das Verwaltungsgericht Paris wies am Samstagvormittag einen Eilantrag der Veranstalter gegen diese Vorgabe zurück. Damit bleibt allein die von der Präfektur bestimmte Route zulässig.

Die Gewerkschaften der Île-de-France kritisierten den neuen Verlauf als aufgezwungen. Zu ihrem Bündnis gehören regionale Gliederungen der Confédération générale du travail, der Confédération française démocratique du travail, von Force ouvrière, der Fédération syndicale unitaire und Solidaires sowie Studierendenverbände. Die Pariser Stadtverwaltung rechnete auf der genehmigten Strecke mit mehreren zehntausend Teilnehmern und warnte vor Verkehrsbehinderungen.

Auch außerhalb der Hauptstadt wurden Versammlungen angekündigt, unter anderem in Avignon, Cherbourg-en-Cotentin und Guéret. Die örtlichen Bestimmungen unterscheiden sich jedoch deutlich. Während Gewerkschaften und andere Gruppen zu Kundgebungen aufriefen, erließen Präfekturen in mehreren Innenstädten räumlich und zeitlich begrenzte Verbote. Das Innenministerium wies die Präfekten zudem an, Kontrollen an Bahnhöfen und auf wichtigen Verkehrsachsen zu verstärken.

In Avignon untersagte die Präfektur des Départements Vaucluse am 24. Oktober Demonstrationen, Aufzüge und Ansammlungen innerhalb der Stadtmauern sowie auf den Straßen entlang der Befestigungsanlagen. Zugleich waren andernorts in der Stadt einzelne Treffen angekündigt. Für unbegleitete Minderjährige wurden in bestimmten Bereichen von Avignon und Cavaillon nächtliche Ausgangsbeschränkungen verhängt.

Die strengen Auflagen folgen auf Ausschreitungen am vorherigen Wochenende. Nach Angaben von Behörden und Medien kam es am 17. Oktober am Rand mehrerer Demonstrationen zu Sachbeschädigungen, Plünderungen und Zusammenstößen. Das Innenministerium begründete die zusätzlichen Kontrollen damit, mögliche Tatwerkzeuge sicherzustellen und Menschen zu identifizieren, gegen die bereits ein Teilnahmeverbot besteht.

Die Proteste richten sich gegen steigende Alltagsausgaben und die wachsende Belastung vieler Haushalte. In Paris gilt für Demonstrierende ausschließlich die Strecke von Porte d'Italie nach Porte de Vincennes. In anderen Städten bestimmen die jeweiligen Verfügungen der Präfekturen, wo und zu welchen Zeiten Versammlungen zulässig sind.

Quellen

  • Franceinfo
  • Ministerium des Innern Frankreichs
  • Verwaltungsgericht Paris
  • Stadt Paris
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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