International

38 Tote nach russischem Drohnenangriff nahe Kyjiw

Ein russischer Drohnenangriff auf ein Munitionslager westlich von Kyjiw hat nach ukrainischen Angaben 38 Menschen getötet. Nun wird auch untersucht, ob Sprengstoffe ohne die nötigen Genehmigungen nahe Wohnhäusern lagerten.

Myla – 30.08.2026: Nach einem russischen Drohnenangriff auf ein Munitionslager im Dorf Myla westlich von Kyjiw ist die Zahl der Todesopfer auf 38 gestiegen. Vier Menschen wurden nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj weiterhin vermisst. Der Angriff ereignete sich in der Nacht zum 29. August im Bezirk Butscha in der Oblast Kyjiw. In dem getroffenen Gebäude lagerten nach ukrainischen Angaben Munition, Minen, Drohnen und weitere Sprengstoffe.

Der Einschlag löste schwere Explosionen und einen Großbrand aus. Die Flammen griffen nach Berichten ukrainischer Stellen auf Gebäude in der Umgebung über. Einsatzkräfte suchten am Sonntag weiter nach Vermissten und sicherten das Gelände. Detonierte Munition und beschädigte Bauten erschwerten die Bergung. Verletzte wurden in Krankenhäuser der Region gebracht; eine abschließende Bilanz lag zunächst nicht vor.

Selenskyj bezeichnete die Lagerung gefährlicher militärischer Güter in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten als nicht hinnehmbar. Er kündigte strafrechtliche Ermittlungen an. Sie sollen klären, wer für die Wahl des Standorts und die Sicherheitsvorkehrungen verantwortlich war. Nach Angaben von Franceinfo verfügte das Lager nicht über die erforderlichen Genehmigungen. Die Ermittlungsbehörden prüfen nun, welche Vorschriften verletzt wurden und ob vermeidbare Versäumnisse das Ausmaß der Katastrophe vergrößerten.

Ukrainische Stellen verwiesen auf einen ähnlichen Vorfall im Juli 2026 in Wyschnewe bei Kyjiw. Auch dort hatte ein Angriff auf ein Munitionsdepot schwere Folgen für Anwohner. Der Angriff von Myla verschärft damit die Debatte über militärische Lagerstätten in besiedelten Gebieten. Die Ukraine muss Waffen und Sprengstoffe in einem Land verteilen, das regelmäßig aus der Luft angegriffen wird; zugleich können solche Depots Wohnviertel zusätzlich gefährden.

Russland erklärte, ein militärisch genutztes Ziel angegriffen zu haben. Die ukrainische Führung machte Moskau für die Toten verantwortlich, räumte jedoch zugleich möglichen Aufklärungsbedarf bei der Sicherung des Lagers ein. Nach der bislang gemeldeten Opferzahl zählt der Angriff zu den tödlichsten russischen Attacken auf die Ukraine im Jahr 2026.

Myla liegt westlich der Hauptstadt an einer wichtigen Verkehrsverbindung im Bezirk Butscha. Die Region war bereits zu Beginn der großangelegten russischen Invasion im Jahr 2022 von schweren Kämpfen betroffen. Für Bewohner beschädigter Häuser richteten die Behörden Hilfspunkte ein und organisierten vorübergehende Unterkünfte.

Die Ermittlungen richten sich sowohl auf den Ablauf des Angriffs als auch auf die Gefährdung der Zivilbevölkerung durch das Depot. Parallel dauerten die Löscharbeiten und die Suche nach vier Vermissten an. Die Zahl von 38 Toten beruht auf den am Sonntag veröffentlichten Angaben des ukrainischen Präsidenten.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • The Guardian
  • Kyiv Independent
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels

Geräteansicht