Politik & Gesellschaft

Antiterrorstaatsanwaltschaft ermittelt nach tödlichen Schüssen in Trappes

Ein Mann soll in Trappes und La Verrière aus einem Auto auf Passanten geschossen haben. Ein Mensch starb, vier weitere wurden schwer verletzt. Die Ermittler prüfen ein rassistisches Motiv.

Trappes – 23.10.2026: Nach einer Serie von Schüssen in den Yvelines westlich von Paris ist ein Mensch getötet worden, vier weitere wurden schwer verletzt. Unter den Verletzten befindet sich ein zwölfjähriges Mädchen. Die Polizei nahm einen 39 Jahre alten Verdächtigen fest. Noch am Freitag übernahm die nationale Antiterrorstaatsanwaltschaft die Ermittlungen.

Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez erstreckte sich die Tat auf drei Orte in Trappes und der Nachbargemeinde La Verrière. Die Schüsse fielen demnach innerhalb von weniger als 15 Minuten. Der Verdächtige soll aus einem Fahrzeug heraus auf Menschen im öffentlichen Raum gefeuert haben. Dabei sei offenbar eine automatische oder einer Militärwaffe ähnliche Schusswaffe verwendet worden. Beamte einer Einheit zur Bekämpfung der Straßenkriminalität stoppten den Mann und nahmen ihn fest.

Die Antiterrorstaatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung. Außerdem prüft sie, ob die Opfer aufgrund ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Zugehörigkeit zu einer Ethnie, Nation oder Religion ausgewählt wurden. Gegenstand des Verfahrens ist damit ausdrücklich ein möglicher rassistischer Beweggrund. Eine abschließende Bewertung des Motivs liegt bislang jedoch nicht vor.

Nuñez bezeichnete die Tat bei einem Besuch in Trappes als terroristisches Verbrechen und sprach von einer tödlichen Fahrt des Schützen. Der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, erklärte, die Schüsse hätten offenbar wahllos Menschen getroffen. Auch in der Nähe eines Spielplatzes sei geschossen worden. Rabeh verwies zugleich auf die Herkunft einzelner Opfer. Ob der Verdächtige sie gezielt auswählte oder unterschiedslos feuerte, müssen nun die Ermittler klären.

Untersucht wird zudem, ob der Mann weitere Gewalttaten vorbereitet hatte. Berichten zufolge fanden Einsatzkräfte in seiner Wohnung Gasflaschen und Hinweise auf eine mögliche Präparierung der Räume. Der Innenminister bestätigte diese Darstellung zunächst nicht und verwies auf die laufende Untersuchung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb neben den Schüssen auch wegen des Verdachts, dass weitere Anschläge auf Menschen vorbereitet worden sein könnten.

Präsident Emmanuel Macron reiste am Freitag nach Trappes. Er sprach den Opfern, ihren Angehörigen und den Einwohnern des Départements Yvelines seine Anteilnahme aus und würdigte das schnelle Eingreifen der Sicherheitskräfte. Die Justiz muss nun den genauen Tatablauf rekonstruieren, die Aussagen des Verdächtigen auswerten und klären, welche Bedeutung mögliche Vorbereitungen in dessen Wohnung hatten. Gesichert ist bislang, dass die Schussserie einen Menschen tötete und vier weitere schwer verletzte.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Le Parisien
  • LCP – Assemblée nationale

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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