Politik & Gesellschaft

Antiterrorermittler untersuchen tödliche Schüsse westlich von Paris

Ein Mann soll in Trappes und La Verrière aus einem Fahrzeug auf Menschen geschossen haben. Ein Mensch starb, fünf wurden verletzt. Die Ermittler prüfen ein rassistisches Motiv.

Trappes – 23.10.2026: Nach tödlichen Schüssen in Trappes und La Verrière im Département Yvelines hat die französische Antiterrorstaatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Ein Mensch wurde getötet, fünf weitere wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter konnte nach den Angriffen festgenommen werden. Innenminister Laurent Nuñez bezeichnete die Tat als terroristisches Verbrechen. Ob ein rassistisches Motiv vorlag, wird untersucht.

Nach Angaben des Innenministers feuerte der Mann am Freitag aus einem Fahrzeug heraus an mehreren Orten auf Menschen im öffentlichen Raum. Die Tatorte lagen in Trappes und der unmittelbar benachbarten Gemeinde La Verrière, rund 30 Kilometer südwestlich von Paris. Mindestens drei Verletzte kamen den ersten Angaben zufolge in lebensbedrohlichem Zustand in Krankenhäuser. Die Berichte über Zahl und Zustand der Opfer änderten sich im Laufe des Tages mehrfach.

Unter den Verletzten ist nach Angaben örtlicher Behörden ein zwölfjähriges Mädchen. Der Bürgermeister von La Verrière, Nicolas Dainville, erklärte, sein Zustand habe nach der medizinischen Versorgung stabilisiert werden können. Zur Identität des getöteten Menschen machten die Behörden zunächst keine Angaben. Auch die Reihenfolge der einzelnen Schüsse und die Frage, nach welchen Kriterien der Täter seine Opfer auswählte, sind Teil der Untersuchung.

Die Antiterrorstaatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Vorhaben. Zugleich wird geprüft, ob die Opfer wegen ihrer tatsächlichen oder vom Täter vermuteten Zugehörigkeit zu einer Ethnie, Nation oder Religion angegriffen wurden. Diese juristische Einordnung legt das Motiv noch nicht abschließend fest. Sie ermöglicht jedoch Ermittlungen unter den besonderen strafrechtlichen Regeln für terroristische Straftaten.

Nuñez sprach von einer mutmaßlich automatischen oder militärischen Waffe. Fünf Beamte einer Anti-Kriminalitätsbrigade stoppten den Verdächtigen und nahmen ihn fest. Medienberichten zufolge untersuchten Einsatzkräfte anschließend auch dessen Wohnung. Dabei ging es unter anderem um Hinweise auf Gasflaschen oder andere gefährliche Gegenstände. Der Innenminister warnte davor, unbestätigte Einzelheiten als gesicherte Erkenntnisse zu behandeln.

Der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, sagte, der Schütze habe offenbar wahllos auf Passanten gezielt. Staatspräsident Emmanuel Macron verurteilte die Tat am Abend als rassistischen Terroranschlag. Die Ermittler müssen nun Tatorte und Waffe untersuchen, digitale Spuren sichern und den Festgenommenen vernehmen. Von besonderer Bedeutung ist dabei, ob sich aus seinen Kontakten, Äußerungen oder Vorbereitungen ein politisches oder rassistisches Tatmotiv ableiten lässt. Bis zum Abschluss dieser Prüfungen bleibt die genaue strafrechtliche Bewertung vorläufig.

Quellen

  • Associated Press
  • Le Monde
  • Reuters
  • TF1 Info

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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