Politik & Gesellschaft

Zwei Tote bei Bootsunfall vor Saint-Cyprien

Vor Saint-Cyprien sind zwei Menschen bei einem Unfall mit einer gezogenen Freizeitboje gestorben, eine weitere Person wurde schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft Perpignan ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

Saint-Cyprien – 02.09.2026: Vor der Küste von Saint-Cyprien im Département Pyrénées-Orientales sind am Dienstag, 1. September, zwei Menschen bei einem Unfall mit einer von einem Motorboot gezogenen Freizeitboje ums Leben gekommen. Eine weitere Person wurde schwer verletzt. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Perpignan am späten Vormittag vor dem Strandabschnitt Pont-Tournant.

Unter den Toten sind der Fahrer des Motorboots und ein Passagier. Weitere Beteiligte blieben nach Angaben der Behörden körperlich unverletzt, wurden jedoch psychologisch betreut. Rettungskräfte waren am Strand und auf dem Wasser im Einsatz. Die Namen und persönlichen Hintergründe der Opfer wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Die Ursache des Unfalls ist noch ungeklärt. Nach dem vorläufigen Stand, den der Perpignaner Staatsanwalt Jérôme Bourrier schilderte, könnte das Motorboot durch Wellen aus dem Gleichgewicht geraten sein. Der Fahrer sei dabei ins Wasser geschleudert worden. Anschließend soll das führerlose Boot unkontrolliert im Kreis gefahren und über die gezogene Boje geraten sein. Dabei seien mehrere Menschen erfasst worden.

Diese Schilderung ist eine Arbeitshypothese der Ermittler und keine abschließende Rekonstruktion. Bei Unfällen auf dem Wasser müssen unter anderem die Fahrtrichtung, die Geschwindigkeit, der Wellengang und die Position der Beteiligten bestimmt werden. Zu klären ist außerdem, ob das Boot technisch einwandfrei funktionierte und welche Sicherheitsvorkehrungen vor der Fahrt getroffen worden waren. Zeugenaussagen sowie Spuren am Boot und an der Boje können helfen, die Abfolge der Ereignisse nachzuvollziehen.

Die Staatsanwaltschaft Perpignan eröffnete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Mit den Untersuchungen wurden nach Medienberichten eine nautische Einheit und die maritime Ermittlungsbrigade in Marseille betraut. Die rechtliche Bewertung ist vorläufig: Sie kann sich ändern, sobald Gutachten, Vernehmungen und weitere Ermittlungsergebnisse vorliegen.

Saint-Cyprien liegt an der französischen Mittelmeerküste nahe Perpignan und gehört während der Sommersaison zu den stark besuchten Badeorten der Region. Fahrten auf gezogenen, aufblasbaren Bojen zählen dort wie in vielen Küstenorten zu den kommerziellen Freizeitangeboten. Sie verbinden hohe Geschwindigkeit mit abrupten Richtungswechseln und stellen deshalb besondere Anforderungen an Bootsführer, Ausrüstung und Aufsicht.

Ob das Angebot von einem gewerblichen Betreiber organisiert wurde und wie viele Menschen sich zum Unfallzeitpunkt auf dem Boot oder der Boje befanden, geht aus den bislang veröffentlichten Angaben nicht eindeutig hervor. Die Ermittlungen konzentrieren sich zunächst auf den Kontrollverlust des Motorboots und die Frage, wie es anschließend die gezogene Boje erfassen konnte.

Quellen

  • Franceinfo
  • TF1 Info
  • Staatsanwaltschaft Perpignan

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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