Wirtschaft

WhatsApp-Betrug tarnt sich als Bitte von Bekannten

Eine angebliche Abstimmung für ein Kind führt auf betrügerische Seiten. Weil die Nachricht von vertrauten Kontakten zu kommen scheint, ist besondere Vorsicht geboten.

Paris – 25.10.2026: Über WhatsApp verbreitet sich in Frankreich eine neue Betrugsmasche. Nutzer erhalten scheinbar von einer vertrauten Person die Bitte, bei einem Wettbewerb für ein Kind abzustimmen. Der beiliegende Link führt jedoch nicht zu einer harmlosen Wahl, sondern soll die Empfänger auf eine betrügerische Seite locken. Franceinfo berichtete am Sonntag über die derzeit verstärkt beobachtete Kampagne.

Die Nachricht wirkt glaubwürdig, weil sie von einem bekannten Kontakt zu stammen scheint und eine unverfängliche Bitte enthält. Gerade dieser persönliche Bezug senkt die Vorsicht. Hinter solchen Mitteilungen können kompromittierte Konten oder ein Identitätsmissbrauch stehen. Name und Profilbild des Absenders reichen daher nicht als Beleg dafür aus, dass die vertraute Person die Nachricht tatsächlich verfasst hat.

Die französische Plattform Cybermalveillance.gouv.fr warnt regelmäßig vor Phishing über E-Mails, Kurznachrichten und Messenger-Dienste. Kriminelle versuchen dabei, ihre Opfer auf nachgeahmte Internetseiten zu führen und dort Zugangsdaten, persönliche Angaben oder Bankdaten abzugreifen. Vermeintliche Gewinnspiele, Abstimmungen und Hilferufe von Angehörigen gehören zu den bekannten Lockmitteln.

Wer eine solche Bitte erhält, sollte den enthaltenen Link weder öffnen noch weiterleiten. Ratsam ist, die angebliche Absenderin oder den angeblichen Absender über einen unabhängigen, bereits bekannten Weg zu kontaktieren, etwa per Anruf oder mit einer neuen Nachricht an die gespeicherte Nummer. Eine Rückfrage allein innerhalb des verdächtigen Chats bietet weniger Sicherheit, wenn das betreffende Konto übernommen wurde.

Wurde der Link bereits geöffnet, sollten Nutzer keine Formulare ausfüllen und weder Kennwörter noch Zahlungsdaten oder Bestätigungscodes eingeben. Falls solche Angaben schon übermittelt wurden, empfiehlt Cybermalveillance.gouv.fr, die betroffenen Passwörter umgehend zu ändern. Wurde dasselbe Kennwort für mehrere Dienste verwendet, müssen auch diese Zugänge gesichert werden. Nach der Preisgabe von Bankdaten sollte unverzüglich die Bank über deren offiziellen Kontaktweg informiert werden, damit Karten oder Konten geschützt werden können.

Verdächtige Nachrichten sollten mit Bildschirmfotos und den sichtbaren Internetadressen dokumentiert werden. Das erleichtert eine Meldung an die Plattform und gegebenenfalls eine Anzeige. Service-Public.fr weist darauf hin, dass Phishing strafbar ist und Betroffene Anzeige erstatten können. Beweise sollten deshalb gesichert werden, bevor die Nachricht gelöscht oder ein Konto gesperrt wird.

Cybermalveillance.gouv.fr hielt in seinem Bericht über die Bedrohungen des Jahres 2025 fest, dass betrügerische Kampagnen zunehmend auch über private WhatsApp-Nachrichten laufen. Bei Täuschungen durch angeblich in Not geratene Angehörige entstanden teils Schäden von mehreren Tausend Euro. Die aktuelle Abstimmungsnachricht nutzt denselben Mechanismus: Das Vertrauen in einen bekannten Kontakt soll den ersten Klick auslösen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Cybermalveillance.gouv.fr
  • Service-Public.fr

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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