Wirtschaft

Schweden kauft vier französische Fregatten für 4,3 Milliarden Euro

Frankreich und Schweden vertiefen ihre militärische Zusammenarbeit. Vier Fregatten von Naval Group sollen ab 2030 die schwedische Luftverteidigung und U-Boot-Abwehr stärken.

Stockholm – 01.09.2026: Frankreich und Schweden haben am 31. August in Stockholm den Vertrag über vier französische Fregatten des Typs FDI unterzeichnet. Das Auftragsvolumen beträgt 4,3 Milliarden Euro. Das erste Schiff soll 2030 geliefert werden, die übrigen Einheiten sollen schrittweise folgen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson verbanden den Abschluss mit einem Rahmenabkommen über eine engere bilaterale Verteidigungskooperation.

Die schwedische Marine wird die Neubauten als Luleå-Klasse führen. Nach Angaben der Regierung in Stockholm handelt es sich um Luftverteidigungsfregatten in einer an schwedische Anforderungen angepassten Ausführung. Sie sollen zudem U-Boote bekämpfen, Seegebiete überwachen und Handelswege sichern. Schweden verspricht sich davon leistungsfähigere Seestreitkräfte und eine engere operative Zusammenarbeit mit anderen Nato-Staaten.

Die französische Abkürzung FDI steht für Frégate de défense et d'intervention. Das von Naval Group entwickelte Mehrzweckkampfschiff gehört zur 4500-Tonnen-Klasse. Der Standardentwurf ist etwa 122 Meter lang und 18 Meter breit, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 27 Knoten angegeben. Eine Fregatte kann bis zu 45 Tage auf See bleiben und sowohl einen Hubschrauber der Zehn-Tonnen-Klasse als auch eine senkrecht startende Drohne aufnehmen.

Für die Luftverteidigung nutzt der Schiffstyp das digitale Mehrzweckradar Sea Fire von Thales mit vier fest installierten Antennenfeldern. Die FDI-Familie ist für Aster-Flugkörper ausgelegt; der Élysée-Palast führte diese Bewaffnung auch für die schwedischen Einheiten an. Zwei Rechenzentren an Bord sollen die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe erhöhen und spätere technische Modernisierungen erleichtern. Die vollständige Bewaffnung der schwedischen Ausführung wurde bei der Unterzeichnung jedoch nicht veröffentlicht.

Der Auftrag verbindet militärische Beschaffung mit industriepolitischer Zusammenarbeit. Frankreich hatte im Dezember 2025 das schwedische Luftaufklärungs- und Führungsflugzeug GlobalEye von Saab ausgewählt. Schweden entschied sich im Mai 2026 grundsätzlich für vier FDI-Fregatten; mit der Unterzeichnung ist der Kauf nun vertraglich besiegelt. Naval Group hatte bereits im Februar mit der schwedischen Werft Oresund Drydocks eine Kooperation für Wartung und technische Unterstützung vereinbart. Damit sollen Teile der langfristigen Betreuung der Schiffe in Schweden abgesichert werden.

Stockholm begründet die Modernisierung seiner Marine mit der verschärften Sicherheitslage im Ostseeraum seit Russlands Angriff auf die Ukraine und mit den Verpflichtungen innerhalb der Nato. Verteidigungsminister Pål Jonson erklärte, die vier Fregatten würden die seegestützte Luftverteidigung Schwedens gegenüber dem heutigen Stand verdreifachen. Das französisch-schwedische Rahmenabkommen erstreckt sich außerdem auf gemeinsame Operationen, weitere Rüstungsvorhaben und die industrielle Entwicklung.

Quellen

  • Franceinfo
  • Élysée-Palast
  • Schwedische Regierung
  • Naval Group

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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