Umwelt

Niedrigwasser legt am Rhein im Bas-Rhin breite Kiesbänke frei

Der niedrige Wasserstand des Rheins lässt im Bas-Rhin ausgedehnte Kiesflächen hervortreten. In mehreren elsässischen Einzugsgebieten gelten wegen der anhaltenden Trockenheit bereits strenge Beschränkungen für die Wassernutzung.

Straßburg – 25.08.2026: Am Rhein im Bas-Rhin treten derzeit ausgedehnte Kiesbänke hervor. Der Wasserstand ist auf der französischen wie auf der deutschen Seite des Flusses in den vergangenen Wochen deutlich gesunken, berichtete France 2 am Montagabend. Eine Fährverbindung zwischen beiden Ufern wurde demnach wegen des Niedrigwassers eingestellt.

Die freiliegenden Flächen machen den Wassermangel weithin sichtbar. Dass der Rhein vollständig auszutrocknen droht, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Der regulierte Strom führt weiterhin Wasser und bleibt eine zentrale europäische Wasserstraße. Empfindlicher reagieren kleinere Gewässer und Zuflüsse im Elsass: Dort können ausbleibende Niederschläge und hohe Temperaturen die Abflüsse binnen kurzer Zeit stark vermindern.

Die Präfektur des Bas-Rhin hat die Trockenheitslage im Département deshalb in den vergangenen Wochen mehrfach verschärft. Am 19. August teilte sie mit, dass für Teile des Gebiets die höchste Stufe der Wasserknappheit gilt. Schon zuvor waren, abhängig vom jeweiligen Einzugsgebiet, strengere Regeln für Wasserentnahmen und bestimmte Nutzungsarten in Kraft getreten.

Auch im benachbarten Haut-Rhin bewerteten die staatlichen Stellen die Situation am 19. August als kritisch. Für das Einzugsgebiet der Bruche, Mossig, Ehn, Andlau, Giessen und Lièpvrette wurde die Krisenstufe ausgerufen. Als Gründe nannten die Behörden den fehlenden Regen sowie die vorausgegangenen hohen Temperaturen. Beides habe die Wasserführung der Flüsse und Bäche weiter verringert.

Die Beschränkungen sollen Entnahmen reduzieren, die knappe Reserven zusätzlich belasten. Welche Regeln gelten, hängt vom Gebiet und von der Art der Nutzung ab. Die Verwaltungsanordnungen betreffen damit nicht überall dieselben Tätigkeiten. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Bäche, Grundwasserbestände und die lokale Versorgung vor einer weiteren Verschärfung der Trockenheitsfolgen zu schützen.

Am Rhein hat das Niedrigwasser bereits konkrete Auswirkungen auf Uferbereiche und grenzüberschreitende Verbindungen. Neu entstandene oder größer gewordene Kiesbänke erschweren stellenweise den Fährbetrieb und verändern den Zugang zum Fluss. Die scheinbar flachen Passagen sind dennoch keine sichere Möglichkeit, den Rhein zu Fuß zu überqueren. Strömung, Wassertiefe und Untergrund können sich lokal abrupt verändern und sind vom Ufer aus schwer einzuschätzen.

Die Trockenheit zeigt sich im Elsass somit auf zwei Ebenen: Während der niedrige Rheinstand weithin sichtbar ist, gelten für kleinere Einzugsgebiete bereits amtliche Krisenmaßnahmen. Grundlage der Anordnungen sind nach Angaben der Präfekturen die gemessenen Abflüsse und verfügbaren Wasserreserven. Für Teile des elsässischen Gewässernetzes war die Krisenstufe zuletzt am 19. August bestätigt worden.

Quellen

  • France 2 / Franceinfo
  • Präfektur des Bas-Rhin
  • Präfektur des Haut-Rhin

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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