Wirtschaft

Neue Brotaufstriche machen Nutella in Frankreich Konkurrenz

Neue Rezepturen bringen Bewegung in Frankreichs Markt für süße Brotaufstriche. Hersteller setzen auf mehr Nüsse, ungewöhnliche Zutaten und besondere Geschmacksrichtungen, während Nutella die führende Marke bleibt.

Paris – 27.10.2026: Frankreichs Markt für süße Brotaufstriche wird vielfältiger. Nach einem Bericht von Franceinfo vom 26. Oktober bringen Hersteller neue Rezepturen auf den Markt, um dem langjährigen Marktführer Nutella Konkurrenz zu machen. Sie setzen auf einen höheren Nussanteil, andere Fette oder ungewöhnliche Geschmackskombinationen. Die klassische Mischung aus Kakao und Haselnüssen dominiert weiterhin die Regale, doch daneben wächst ein Sortiment, das sich gezielt von der bekannten Marke absetzen soll.

Die Anbieter reagieren damit auf Verbraucherinnen und Verbraucher, die stärker auf Zusammensetzung, Herkunft und Geschmack achten. Einige werben mit besonders vielen Haselnüssen oder kurzen Zutatenlisten, andere verzichten auf Palmöl oder entwickeln pflanzliche Varianten. Hinzu kommen Aufstriche mit Erdnüssen, Sesam, Buchweizen, weißer Schokolade oder knusprigen Bestandteilen. Aus einem lange recht einheitlichen Produkt ist so eine breitere Lebensmittelkategorie geworden.

Nutella behält gleichwohl eine außergewöhnlich starke Stellung. Die Ferrero-Marke prägt den französischen Markt seit Jahrzehnten und dient vielen Haushalten als Maßstab. Laut Franceinfo konsumieren drei von vier Französinnen und Franzosen süße Brotaufstriche. Diese Verbreitung macht das Geschäft sowohl für große Lebensmittelkonzerne und Handelsmarken als auch für kleinere Manufakturen attraktiv.

Der Wettbewerb wird über Rezeptur, Preis und Herkunft geführt. Handwerkliche Anbieter heben geröstete Nüsse, regionale Rohstoffe oder eine schonende Verarbeitung hervor. Ihre Produkte sind meist deutlich teurer als die Standardware. Supermarktketten wiederum bieten Eigenmarken an, die mit Bio-Zutaten, palmölfreien Rezepturen oder einem niedrigeren Preis werben. Das Regal bildet damit unterschiedliche Konsumwünsche ab: vom günstigen Alltagsprodukt bis zur Spezialität aus der Manufaktur.

Auch Konditoreien und spezialisierte Lebensmittelgeschäfte greifen den Trend auf. Sie entwickeln Aufstriche für Gebäck, Desserts, Heißgetränke oder herzhafte Kombinationen. Le Monde stellte im September unter anderem Varianten mit Tahin, Matcha, Datteln und bretonischem Mürbegebäck vor. Solche Erzeugnisse werden nicht mehr ausschließlich als Frühstücksprodukt angeboten, sondern als vielseitige Zutat für die Küche.

Für Käuferinnen und Käufer bleibt die Zutatenliste der verlässlichste Vergleichspunkt. Ein hoher Nussanteil bedeutet nicht automatisch weniger Zucker oder einen geringeren Energiegehalt. Produkte mit Erdnüssen oder Sesam erfordern zudem eine eindeutige Allergenkennzeichnung. Der Wandel besteht daher weniger in einer Ablösung Nutellas als in einer stärkeren Auffächerung des Angebots. Während Ferrero die Marke mit weiteren Produktformen ausbaut, suchen kleinere Hersteller und Handelsketten ihren Platz mit eigenen Rezepturen, Rohstoffen und Preismodellen.

Quellen

  • Franceinfo, Bericht vom 26. Oktober 2026
  • Le Monde, Recherche zu handwerklichen Brotaufstrichen vom 3. September 2026
  • Ferrero Frankreich, Mitteilung vom 10. August 2026

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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