Pomas – 02.09.2026: Eine Woche nach dem Tornado in Pomas im Département Aude wächst unter den Betroffenen die Sorge vor Diebstählen. Viele Häuser sind weiterhin unbewohnt, beschädigte Türen und Fenster lassen sich kaum sichern. Nach Angaben der Unterpräfektin Marie-Hélène Bouissac wurden 81 Prozent der Wohnhäuser in der Gemeinde von dem Unwetter getroffen.
Der Tornado zog am Montag, 24. August, am späten Nachmittag durch den Ort südlich von Carcassonne. Rund 300 Häuser wurden beschädigt, Dächer abgedeckt, Fenster zerstört und Fassaden aufgerissen. Zahlreiche Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Manche sind bei Angehörigen oder in Ersatzunterkünften untergekommen und kehren nur zeitweise zurück, um aufzuräumen, Schäden zu dokumentieren oder persönliche Gegenstände zu holen.
Mehrere Einwohner berichteten lokalen Medien, dass Räume während ihrer Abwesenheit durchsucht worden seien oder Gegenstände fehlten. In einem Fall soll eine Motorsäge gestohlen worden sein. Die Berichte beziehen sich bislang auf einzelne Haushalte; eine offizielle Gesamtzahl angezeigter Diebstähle lag am Mittwoch nicht vor. Für die Bewohner verschärft die Unsicherheit eine ohnehin belastende Lage: Sie müssen Reparaturen organisieren, Versicherungsfragen klären und zugleich versuchen, ihre teilweise offenen Grundstücke zu schützen.
Die Präfektur des Départements Aude hat die Sicherheitsvorkehrungen nach Medienberichten verstärkt. Kräfte der Gendarmerie fahren regelmäßig Streife. An der Zufahrt nach Pomas bleibt zudem eine kontrollierte Durchfahrt eingerichtet. Die Maßnahme soll Unbefugte von besonders schwer beschädigten Straßenzügen fernhalten und den Bewohnern eine geordnete Rückkehr zu ihren Grundstücken ermöglichen.
Parallel prüfen Fachleute, welche Gebäude wieder bewohnt werden können. Einige Häuser lassen sich nach vorläufigen Sicherungsarbeiten nutzen, bei anderen sind eingehende Untersuchungen oder umfangreiche Reparaturen erforderlich. Offene Dächer müssen gegen Regen geschützt, instabile Bauteile abgestützt und Trümmer beseitigt werden. Solange diese Arbeiten andauern, bleiben zahlreiche Grundstücke nur eingeschränkt zugänglich.
Das Unwetter traf auch öffentliche Einrichtungen und die örtliche Infrastruktur. Die Schule von Pomas wurde beschädigt. Für den Beginn des Schuljahres mussten deshalb Unterrichtsmöglichkeiten in umliegenden Gemeinden organisiert werden. Auch kommunale Gebäude und Geschäfte waren von den Verwüstungen betroffen.
Nach dem von der Präfektur veröffentlichten Stand wurden bei dem Tornado 39 Menschen verletzt. Die unmittelbaren Rettungseinsätze sind mittlerweile in eine längere Phase des Aufräumens, Absicherns und Wiederaufbaus übergegangen. Trümmer, instabile Gebäudeteile und ungeschützte Öffnungen erschweren jedoch weiterhin die Rückkehr in viele Häuser.
Quellen
- Franceinfo
- Präfektur des Départements Aude
- La Dépêche du Midi
- Le Parisien
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).