Umwelt

Mindestens 804 Tote nach Sturzfluten in Nepal und Tibet

Nach den Sturzfluten vom 26. August sind in Nepal und Tibet mindestens 804 Menschen gestorben. Mehr als 3.000 werden noch vermisst; zerstörte Straßen und schlechtes Wetter erschweren die Suche.

Kathmandu – 31.08.2026: Fünf Tage nach den verheerenden Sturzfluten in Nepal und Tibet ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf mindestens 804 gestiegen. Behörden meldeten am Sonntag 788 Tote in Nepal und 16 im chinesischen Autonomen Gebiet Tibet. Mehr als 3.000 Menschen werden noch vermisst, darunter Bewohner der Bergtäler, Beschäftigte und Reisende.

Die Flut hatte am Mittwoch, 26. August, Siedlungen, Straßen und Grenzübergänge im Himalaja erfasst. Ausgelöst wurde sie nach bisherigen Berichten durch den Absturz großer Eis- und Felsmassen in einem hoch gelegenen Gebiet. Die Wassermassen rissen Schlamm, Geröll und Fahrzeuge mit sich. Besonders schwer betroffen sind Orte entlang des Flusses Trishuli und der Grenzraum bei Gyirong.

In Nepal konzentrieren sich die Einsätze auf abgelegene Gebiete, die wegen zerstörter Straßen und anhaltend schlechten Wetters kaum erreichbar sind. Nach Angaben der Vereinten Nationen mobilisierte die Regierung mehr als 30.000 Angehörige der Sicherheitskräfte für Suche, Rettung und Versorgung. Hubschraubereinsätze sowie der Transport von schwerem Gerät bleiben durch die Wetterlage und beschädigte Verkehrswege eingeschränkt.

Im südlich gelegenen Distrikt Chitwan warteten am Wochenende rund 250 geborgene Leichen auf ihre Identifizierung. Die hohe Zahl Vermisster erschwert den Behörden eine verlässliche Erfassung der Opfer. Familien suchen in Notunterkünften, Krankenhäusern und an den Flussufern nach Angehörigen. Weil Telefonverbindungen und Verkehrswege unterbrochen wurden, konnten viele Betroffene zunächst keinen Kontakt zu ihren Familien aufnehmen.

Die Angaben aus Nepal und Tibet verändern sich fortlaufend, sobald Einsatzkräfte weitere zerstörte Orte erreichen und Meldungen abgleichen. Nepals Katastrophenschutz nannte zuletzt 2.502 Vermisste im Land. Chinesische Behörden berichteten von weiteren 546 Vermissten auf tibetischer Seite. Damit ist der Aufenthaltsort von mehr als 3.000 Menschen ungeklärt.

Unter den Vermissten sind auch ausländische Besucher. Das französische Außenministerium bestätigte am 29. August, dass vier französische Staatsangehörige nicht erreicht werden konnten. In den Grenzregionen halten sich während der Saison zahlreiche Trekkingreisende, Pilger und Beschäftigte auf. Die Suchmannschaften kontrollieren deshalb auch Unterkünfte, Baustellen, Straßenabschnitte und schwer zugängliche Uferbereiche.

Eine weitere Gefahr geht von einem Krater aus, der etwa 5,6 Kilometer oberhalb eines betroffenen Gebiets in Tibet liegt. Nach Angaben chinesischer Stellen enthält er schätzungsweise 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser. Die Behörden überwachen den Krater wegen möglicher weiterer Überflutungen, während Rettungskräfte nach Überlebenden suchen und beschädigte Verkehrswege sichern.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • El País
  • Le Monde
  • Vereinte Nationen

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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