Umwelt

Mädchen nach Sturzflut in Nepal lebend geborgen

Drei Tage nach den verheerenden Sturzfluten in Nepal haben Rettungskräfte ein Mädchen lebend aus den Trümmern geborgen. Tausende Menschen gelten weiterhin als vermisst.

Nuwakot – 29.08.2026: Drei Tage nach den verheerenden Sturzfluten in Nepal haben Rettungskräfte ein Mädchen lebend aus den Trümmern geborgen. Nach einem Bericht von Franceinfo rief das Kind unter den Trümmern nach seiner Mutter. Unabhängige Angaben zu seinem Alter, dem genauen Fundort und seinem Gesundheitszustand lagen zunächst nicht vor. Die Rettung gibt den Einsatzkräften Hoffnung, während die Aussichten schwinden, weitere Überlebende zu finden.

Die Bergungsarbeiten wurden am Samstag, dem vierten Tag nach der Katastrophe, fortgesetzt. Hubschrauber brachten Menschen aus abgeschnittenen Ortschaften im Bezirk Nuwakot in Sicherheit und lieferten Hilfsgüter. Zugleich durchsuchten Einsatzkräfte Schlamm, Geröll und eingestürzte Gebäude. In Kathmandu warteten Angehörige in Krankenhäusern und an Auskunftsstellen auf Nachricht von vermissten Familienmitgliedern.

Das nepalesische Außenministerium meldete am Nachmittag 626 geborgene Tote. Der Aufenthaltsort von rund 2.400 Menschen sei weiterhin ungeklärt. Mehr als 4.450 Menschen seien aus den betroffenen Gebieten gerettet worden, darunter mehr als 187 Ausländer. Die Behörde wies darauf hin, dass sich die Zahlen im Verlauf der Suche und der Identifizierung verändern könnten. Internationale Medien nannten für Nepal und Tibet zusammen später noch höhere Opferzahlen.

Besonders schwer getroffen wurden nach Regierungsangaben die Distrikte Rasuwa, Nuwakot, Dhading und Chitwan. Straßen, Brücken, Stromleitungen, Trinkwassersysteme und Kommunikationsverbindungen sind beschädigt oder zerstört. Manche Ortschaften bleiben deshalb nur aus der Luft erreichbar. Sicherheitskräfte, örtliche Verwaltungen, medizinische Teams und Hilfsorganisationen koordinieren Evakuierungen, versorgen Verletzte und erfassen die Namen der Vermissten.

Die Behörden beobachten zudem die Flüsse unterhalb der Katastrophengebiete, weil weitere Überschwemmungen drohen könnten. Für Einsätze in schwer zugänglichen Regionen bat Nepal benachbarte Staaten um technische Unterstützung. Gebraucht werden Ortungsgeräte für Verschüttete, Ausrüstung zum Freilegen blockierter Tunnel sowie forensische Kapazitäten zur Identifizierung der Toten.

Nach einer Schätzung des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen vom 27. August sind mindestens 17.000 Kinder in den besonders betroffenen Bezirken auf dringende Hilfe angewiesen. Mehrere Gesundheitseinrichtungen und Schulen wurden beschädigt oder zerstört. UNICEF stellte Hygieneartikel und medizinisches Material bereit und unterstützt die Suche nach Kindern, die während der Flut von ihren Familien getrennt wurden.

Die genaue Ursache der Sturzfluten ist nach Angaben der nepalesischen Regierung noch nicht abschließend geklärt. Vorrang haben derzeit die Suche nach Eingeschlossenen sowie die Versorgung der Überlebenden mit Trinkwasser, Lebensmitteln, medizinischer Hilfe und sicheren Unterkünften.

Quellen

  • Franceinfo
  • Außenministerium Nepals
  • Associated Press
  • UNICEF

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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