Paris – 29.08.2026: Die Hackergruppe ZeroBytes hat am Samstag erklärt, die staatliche Plattform Zéro Logement Vacant angegriffen zu haben. Franceinfo berichtete über die Behauptung der Gruppe, die zuvor bereits Attacken auf französische Verwaltungsdienste für sich reklamiert hatte. Ob es tatsächlich einen unbefugten Zugriff gab, war am Abend nicht unabhängig bestätigt. Auch Behördenangaben zu möglichen Datenabflüssen oder zur Zahl der Betroffenen lagen zunächst nicht vor.
Zéro Logement Vacant ist ein kostenloses digitales Angebot für Kommunen, staatliche Stellen und deren Partner. Es soll ihnen helfen, dauerhaft ungenutzte Wohnungen zu erkennen und deren Eigentümer für eine Vermietung, Sanierung oder andere Nutzung zu gewinnen. Die Plattform verarbeitet dazu Informationen über Leerstände und unterstützt örtliche Akteure bei der Kontaktaufnahme. Nach Angaben des Dienstes wurden im Rahmen des Programms bereits mehr als 100.000 Eigentümer angesprochen.
Aus der Erklärung von ZeroBytes lässt sich nicht ableiten, auf welche Informationen die Gruppe möglicherweise zugegriffen hat. Die Veröffentlichung von Cyberkriminellen belegt weder die Echtheit noch die Vollständigkeit oder Aktualität eines angeblich erbeuteten Datensatzes. Ebenso blieb offen, ob die Plattform selbst betroffen war, ob ein anderer technischer Zugang genutzt wurde oder ob sich die Behauptung auf bereits bekannte Verwaltungsdaten bezieht.
ZeroBytes war in den vergangenen Wochen mehrfach im Zusammenhang mit Angriffen auf öffentliche Einrichtungen genannt worden. Medien berichteten Mitte August über einen bestätigten Einbruch bei der französischen Generaldirektion für öffentliche Finanzen. Nach damaligem Stand waren Daten von rund 678.000 Privatpersonen und Unternehmen betroffen. Die Gruppe reklamierte weitere Attacken, deren Ausmaß von den zuständigen Stellen nicht vollständig bestätigt wurde.
Eigentümer leerstehender Wohnungen sollten Nachrichten misstrauen, die unter Verweis auf den angeblichen Angriff zu einer Zahlung, einer eiligen Datenprüfung oder der Preisgabe von Zugangsdaten auffordern. Nach Datenlecks nutzen Kriminelle häufig Namen öffentlicher Institutionen für glaubwürdig wirkende E-Mails, Kurznachrichten oder Anrufe. Mitteilungen sollten daher nur über bekannte Internetadressen und gesicherte Nutzerbereiche geprüft werden.
Sollte sich der Vorfall bestätigen, müsste der Betreiber Art und Umfang des Angriffs untersuchen, die betroffenen Systeme sichern und die zuständigen Stellen einschalten. Bei Risiken für personenbezogene Daten gelten in Frankreich Meldepflichten gegenüber der Datenschutzbehörde Commission nationale de l'informatique et des libertés. Betroffene Personen müssen informiert werden, wenn für ihre Rechte und Freiheiten ein hohes Risiko besteht.
Cybermalveillance.gouv.fr verzeichnete 2025 mehr Hilfegesuche im Zusammenhang mit Datenlecks; häufig folgten darauf personalisierte Betrugsversuche. Für Zéro Logement Vacant war am 29. August lediglich die Behauptung von ZeroBytes dokumentiert. Eine offizielle Bestätigung des Angriffs lag nicht vor.
Quellen
- Franceinfo
- Zéro Logement Vacant
- Cybermalveillance.gouv.fr
- Le Monde
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).