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Griechenlands Jugend protestiert gegen hohe Lebenshaltungskosten

In Athen, Thessaloniki und Patras demonstrieren junge Menschen und Lehrkräfte gegen hohe Mieten, steigende Alltagskosten und die schlechte Ausstattung öffentlicher Bildungseinrichtungen.

Athen – 22.10.2026: Tausende Schülerinnen, Schüler, Studierende und Lehrkräfte haben am Mittwoch in mehreren griechischen Städten gegen hohe Lebenshaltungskosten, teuren Wohnraum und die Lage an öffentlichen Bildungseinrichtungen demonstriert. Kundgebungen gab es in Athen, Thessaloniki und Patras. Die Proteste richten sich gegen die wachsende finanzielle Belastung junger Menschen, deren Ausgaben für Miete, Verkehr, Lebensmittel und Lernmaterial steigen.

In Athen zog der Demonstrationszug durch das Stadtzentrum. Auf Transparenten forderten Teilnehmer mehr staatliche Unterstützung für Bildung und bezahlbaren Wohnraum. Mehrere Gruppen erklärten sich zudem solidarisch mit den Protesten junger Menschen in Frankreich. Ein französischsprachiges Plakat verlangte höhere Bildungsausgaben statt weiterer Einsparungen. Die Polizei begleitete die Kundgebung mit einem größeren Aufgebot; Berichte über schwere Zwischenfälle lagen zunächst nicht vor.

Besonders scharf ist die Kritik an den Wohnkosten. Bereits am 13. Oktober hatten Studierende auf dem Syntagma-Platz gegenüber dem griechischen Parlament Zelte errichtet. Mit der Aktion verlangten sie eine Begrenzung der Mieten, neue öffentliche Studentenwohnheime und höhere Wohnbeihilfen. Ein Teilnehmer sagte Franceinfo, die bestehende monatliche Unterstützung von 120 Euro decke nicht einmal die Hälfte einer üblichen Miete. Für Studierende ohne finanzielle Hilfe ihrer Familien werde deshalb schon die Fortsetzung ihres Studiums zur Belastungsprobe.

Lehrkräfte beteiligten sich am Mittwoch mit einem Streik an der Mobilisierung. Sie verwiesen sowohl auf die Kosten für ihre eigenen Haushalte als auch auf die Zustände an Schulen. Vertreter der Protestierenden beklagten marode Gebäude, geringe Investitionen und unzureichende Hilfen für Studierende. Damit verbindet die Bewegung soziale Forderungen mit grundsätzlicher Kritik an der Ausstattung des öffentlichen Bildungssystems.

Die griechischen Kundgebungen gehören zu einer breiteren Protestwelle, die im Oktober mehrere europäische Länder erfasst hat. Ihre konkreten Ursachen reichen jedoch weiter zurück. Hohe Wohn- und Energiekosten treffen in Griechenland vor allem Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen. Nach einem Bericht der Europäischen Kommission ist der Anteil der Menschen, die mit Miet-, Hypotheken- oder Rechnungszahlungen in Rückstand geraten, im europäischen Vergleich hoch. Für junge Erwachsene kommt ein begrenztes Angebot an erschwinglichem Wohnraum hinzu.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte im September Steuerentlastungen und Einkommensverbesserungen angekündigt. Bei vielen jungen Menschen sind diese Zusagen bislang nicht als spürbare Entlastung angekommen. Die Demonstrationen vom 21. Oktober führten erstmals in mehreren Städten größere Gruppen aus Schulen, Hochschulen und dem Bildungswesen zu gemeinsamen Protesten zusammen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • eKathimerini
  • Europäische Kommission

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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