Politik & Gesellschaft

Pariser Händler sichern ihre Geschäfte vor neuen Protesten

Vor den Protesten am 24. Oktober fürchten Pariser Geschäftsleute erneut Plünderungen. Präsident Emmanuel Macron überlässt mögliche Verbote den Präfekten.

Paris – 22.10.2026: Zwei Tage vor der angekündigten landesweiten Mobilisierung am Samstag, 24. Oktober, sichern zahlreiche Pariser Händler ihre Geschäfte gegen mögliche Ausschreitungen. Nach den Gewalttaten, Sachbeschädigungen und Plünderungen am Rande der Proteste vom 17. Oktober richtet sich die Sorge vor allem auf belebte Einkaufsstraßen. Manche Geschäftsleute verstärken den privaten Objektschutz, andere erwägen nach Angaben von Franceinfo die Anschaffung von Ausrüstung zur Selbstverteidigung.

Präsident Emmanuel Macron erklärte am Donnerstag nach Beratungen im Élysée-Palast, die Präfekten sollten Versammlungen untersagen, wenn deren Veranstalter keine ausreichenden Sicherheitsgarantien böten. Er sprach sich gegen Kundgebungen aus, die nicht von Gewerkschaften organisiert werden. Für Freitagmorgen kündigte Macron einen Verteidigungsrat an, der über weitere Vorkehrungen für den 24. Oktober beraten soll.

Damit liegt die konkrete Entscheidung über Beschränkungen oder Verbote bei den Präfekten. Nach französischem Recht können sie eine Demonstration untersagen, wenn eine hinreichend konkrete Gefahr für die öffentliche Ordnung besteht und weniger einschneidende Maßnahmen nicht ausreichen. Die Behörden müssen dabei das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit gegen die erwarteten Sicherheitsrisiken abwägen. Nach den Zwischenfällen des vergangenen Wochenendes hatte Innenminister Laurent Nuñez die Präfekten bereits angewiesen, besonders riskante Versammlungen zu verbieten und engen Kontakt zu den angemeldeten Organisatoren zu halten.

In der Hauptstadt empfiehlt die Polizeipräfektur betroffenen Geschäftsleuten laut Franceinfo, den Einsatz privater Sicherheitsdienste und Hundeführer zu prüfen. Die Hinweise gelten insbesondere für Viertel, in denen es während der vorangegangenen Mobilisierung zu Schäden kam. Solche Vorkehrungen können Eingänge und Schaufenster schützen, ersetzen aber weder Polizeikräfte auf den Straßen noch die Verantwortung des Staates für die öffentliche Sicherheit.

Für Samstag bereitet die Regierung ein erheblich verstärktes Aufgebot vor. Neben regulären Polizeikräften sollen mobile Einheiten, spezialisierte Verbände und Kräfte der Gendarmerie eingesetzt werden. Soldaten der Operation Sentinelle können den Schutz bestimmter Orte unterstützen. Die Planungen folgen auf Kritik an der Vorbereitung und Reaktion der Sicherheitskräfte während der Ausschreitungen vom 17. und 18. Oktober.

Die Folgen treffen den Einzelhandel unmittelbar. Vorbeugende Schließungen, ausbleibende Kundschaft sowie Kosten für Bewachung, Reparaturen und Versicherungen belasten besonders kleinere Betriebe. Zugleich bleibt bis zu den Entscheidungen der Präfekten unklar, welche Kundgebungen stattfinden dürfen und welche Straßen betroffen sein werden. Für die Händler bedeutet das, Schutzmaßnahmen zu finanzieren, ohne den Verlauf der Proteste verlässlich abschätzen zu können. Die endgültigen Verbote werden lokal verfügt; das Sicherheitskonzept koordiniert die Regierung in Paris.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Monde
  • TF1 Info
  • RTL
  • LCP – Assemblée nationale

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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