Fogars de Montclús – 27.10.2026: Auf einer schmalen Bergstraße im Naturpark Montseny nördlich von Barcelona ist die Ursache des schweren Busunglücks weiterhin ungeklärt. Ein Linienbus kollidierte am Sonntagnachmittag, dem 25. Oktober, auf der Straße BV-5114 mit einem Auto, kam von der Fahrbahn ab und stürzte einen steilen Abhang hinunter. Der Unfall ereignete sich gegen 16.43 Uhr.
Nach dem jüngsten Stand des katalanischen Rettungsdienstes wurden 87 Menschen medizinisch versorgt. Sieben von ihnen erlitten schwere Verletzungen, 31 weitere Verletzungen mittlerer Schwere und 49 leichte Verletzungen. Frühere Angaben hatten noch von 83 Verletzten gesprochen. Todesopfer meldeten die Behörden bislang nicht.
Der Bus war auf der Linie 573 unterwegs, die durch die Bergregion zwischen Sant Celoni und Santa Fe del Montseny führt. Nach Angaben der Feuerwehr stürzte das Fahrzeug über einen steilen Abhang. Die Rettungskräfte mussten in schwierigem Gelände arbeiten. Mehrere Fahrgäste konnten den Bus zunächst aus eigener Kraft verlassen und zur Straße hinaufgelangen.
Der katalanische Rettungsdienst entsandte 33 Krankenwagen, zwei Rettungshubschrauber sowie gemeinsame Teams von Sanitätern und Feuerwehrleuten. Auch psychologische Fachkräfte wurden für die Betroffenen angefordert. Schwerverletzte kamen in mehrere Kliniken der Region, darunter die Universitätsklinik Vall d'Hebron in Barcelona sowie die Krankenhäuser Josep Trueta in Girona und Parc Taulí in Sabadell. Das große Aufgebot und die Verteilung auf mehrere Häuser sollten eine schnelle Behandlung ermöglichen.
Die Mossos d'Esquadra haben die Ermittlungen übernommen. Der Busfahrer wurde nach Polizeiangaben auf Alkohol und Drogen getestet; beide Ergebnisse waren negativ. Über die Unfallursache sagen die Tests allein nichts aus. Die Ermittler untersuchen den Ablauf der Kollision, die Bedingungen auf der kurvenreichen Straße und die Zahl der Menschen an Bord. Auch der beteiligte Personenwagen und mögliche Zeugenaussagen dürften für die Rekonstruktion des Geschehens von Bedeutung sein.
Geprüft wird zudem, ob mehr Fahrgäste mitfuhren, als Sitzplätze vorhanden waren. Katalanische Medien berichten von 65 Sitzplätzen und einer deutlich höheren Zahl an Insassen. Mehrere Reisende sollen beim Aufprall gestanden haben. Ob dies gegen Vorschriften verstieß oder die Folgen des Unfalls verschärfte, ist noch nicht geklärt.
Kataloniens Innenministerin Núria Parlon regte nach dem Unglück an, die Regeln für stehende Fahrgäste in Überlandbussen zu überprüfen. Eine Entscheidung liegt bislang nicht vor. Die BV-5114 wurde während des Rettungseinsatzes gesperrt. Feuerwehr und Polizei durchsuchten das Gelände rund um den abgestürzten Bus, fanden jedoch keine weiteren Betroffenen.
Quellen
- Franceinfo
- Katalanischer Rettungsdienst SEM
- Mossos d'Esquadra
- RTVE
- Europa Press
- Associated Press
- El País
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).