Politik & Gesellschaft

Zweiter Verdächtiger nach Brand im Rathaus von Limoges festgenommen

Nach dem Brand im Rathaus von Limoges ist ein zweiter Mann festgenommen worden. Der erste Verdächtige bleibt weitere 48 Stunden in Polizeigewahrsam.

Limoges – 22.10.2026: Fünf Tage nach dem verheerenden Brand im Rathaus von Limoges hat die Polizei einen zweiten Verdächtigen festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen 66 Jahre alten Mann, der am frühen Donnerstagmorgen im benachbarten Département Creuse gefasst wurde. An dem Einsatz war die Bordeauxer Einheit der Spezialeinheit Raid beteiligt. Der Mann kam in Polizeigewahrsam.

Die Festnahme steht im Zusammenhang mit dem Feuer vom 17. Oktober. Während einer landesweiten Mobilisierung war das historische Rathaus angegriffen worden und binnen kurzer Zeit in Brand geraten. Der markante Glockenturm stürzte ein, große Teile des 1883 eröffneten Gebäudes wurden schwer beschädigt. Der Sitz der kommunalen Verwaltung ist seither weitgehend unbenutzbar.

Bereits am Dienstag, dem 20. Oktober, hatten Ermittler einen weiteren Mann in der Haute-Vienne festgenommen. Sein Polizeigewahrsam wurde nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft um 48 Stunden verlängert. Die Maßnahme bedeutet keine Schuldzuweisung, sondern verschafft den Ermittlern zusätzliche Zeit, um Aussagen, Bildmaterial, digitale Spuren und mögliche Verbindungen zwischen den Verdächtigen auszuwerten.

Die Staatsanwaltschaft von Limoges ermittelt wegen der Zerstörung eines Gebäudes durch ein gefährliches Mittel in organisierter Gruppe. Mit dem Verfahren ist eine auf organisierte und spezialisierte Kriminalität ausgerichtete Polizeidienststelle in Limoges betraut. Auch die Unterdirektion für Terrorismusbekämpfung wurde nach früheren Angaben der Justiz eingeschaltet. Daraus folgt bislang jedoch keine abschließende strafrechtliche Bewertung der Tat.

Über die konkrete Rolle des nun festgenommenen 66-Jährigen machte die Staatsanwaltschaft zunächst keine näheren Angaben. Unklar ist auch, ob die Ermittler von Absprachen zwischen den beiden Männern ausgehen oder weitere Beteiligte suchen. Für beide Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung. Ob sie einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, war am Donnerstagabend noch nicht bekannt.

Bürgermeister Guillaume Guérin hatte den Brand als Angriff auf einen zentralen Ort der Stadt bezeichnet und eine entschlossene strafrechtliche Aufklärung verlangt. Für die Verwaltung hat die Zerstörung unmittelbare Folgen: Sie muss kommunale Dienstleistungen aufrechterhalten, obwohl ihr angestammter Sitz nicht regulär genutzt werden kann. Zugleich sind Umfang und Dauer der notwendigen Sicherungs- und Wiederaufbauarbeiten noch offen.

Die Ermittler rekonstruieren weiterhin, wer sich vor Ausbruch des Feuers im Rathaus aufhielt, auf welche Weise der Brand gelegt wurde und ob mehrere Menschen daran beteiligt waren. Dazu werden Videoaufnahmen ausgewertet und kriminaltechnische Spuren aus dem schwer beschädigten Gebäude untersucht.

Quellen

  • Franceinfo
  • Staatsanwaltschaft Limoges über Agence France-Presse
  • Stadt Limoges
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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