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Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert Nordtibet

Ein schweres Erdbeben hat eine dünn besiedelte Hochlandregion nordöstlich von Nagqu getroffen. Unmittelbar danach lagen keine bestätigten Berichte über Opfer oder Schäden vor.

Nagqu – 22.10.2026: Ein Erdbeben der Stärke 7,0 hat am Donnerstagabend den Norden des Autonomen Gebiets Tibet in China erschüttert. Nach Angaben des United States Geological Survey ereignete sich das Beben um 14.33 Uhr koordinierter Weltzeit, entsprechend 22.33 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag in einer dünn besiedelten Hochlandregion rund 191 Kilometer ostnordöstlich von Nagqu.

Der amerikanische Erdbebendienst gab die Herdtiefe mit 18 Kilometern an. Erste automatisierte Daten hatten das Epizentrum zunächst 183 Kilometer ostnordöstlich von Nagqu und in einer Tiefe von zehn Kilometern verortet. Solche Korrekturen sind nach Erdbeben üblich: Sobald weitere Messstationen seismische Signale übermitteln, lassen sich Ort, Tiefe und Stärke eines Bebens genauer berechnen.

Die Nachrichtenagentur Associated Press berichtete zunächst, es gebe keine unmittelbaren Meldungen über Schäden oder Verletzte. Das Beben traf ein abgelegenes Gebiet in großer Höhe, in dem nur wenige Menschen leben. Nagqu liegt mehr als 300 Kilometer nördlich von Lhasa, der Hauptstadt des Autonomen Gebiets Tibet. Die weiten Entfernungen und das schwierige Gelände können die Erkundung möglicher Schäden verzögern.

Das chinesische Erdbebennetz bezifferte die Tiefe laut Associated Press auf zehn Kilometer. Damit unterschieden sich die ersten Angaben der chinesischen und amerikanischen Fachstellen bei der Tiefenbestimmung, nicht jedoch bei der Magnitude von 7,0. Die Tiefe ist für die Einschätzung möglicher Folgen bedeutsam: Flache Beben können an der Erdoberfläche besonders starke Erschütterungen auslösen, doch hängt das Ausmaß der Schäden von mehreren Faktoren ab.

Neben der Herdtiefe spielen die Entfernung zu Siedlungen, die Bodenbeschaffenheit, die örtliche Topografie und die Bauweise eine Rolle. Auch ein schweres Erdbeben kann in einer kaum besiedelten Region vergleichsweise begrenzte Folgen haben. Zugleich können unterbrochene Straßen oder beschädigte Versorgungswege in abgelegenen Gebieten erst mit Verzögerung festgestellt werden.

Das tibetische Hochland liegt in einer seismisch aktiven Zone. Dort wirken die tektonischen Kräfte, die aus der Kollision der Indischen mit der Eurasischen Platte entstehen. Diese Bewegung hat das Hochland und das Himalaja-Gebirge geformt und verursacht immer wieder teils schwere Erdbeben in Tibet und den angrenzenden chinesischen Provinzen.

Der United States Geological Survey führte das Beben in seinem aktualisierten Datensatz als geprüftes Ereignis und bestätigte die Magnitude von 7,0. Zu Todesopfern, Verletzten oder größeren Sachschäden lagen bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine bestätigten offiziellen Angaben vor.

Quellen

  • United States Geological Survey
  • Associated Press

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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