Umwelt

Vier Franzosen nach Sturzfluten in Nepal vermisst

Nach verheerenden Sturzfluten an der Grenze zwischen Nepal und Tibet werden vier französische Reisende vermisst. Rettungskräfte suchen unter schwierigen Bedingungen nach Überlebenden.

Kathmandu – 27.08.2026: Nach den verheerenden Sturzfluten und Erdrutschen an der Grenze zwischen Nepal und Tibet werden mindestens vier französische Reisende vermisst. Die Zahl geht auf Angaben des nepalesischen Tourismusbüros zurück. Das französische Außenministerium bestätigte sie am Donnerstag zunächst nicht im Einzelnen, erklärte jedoch, von mehreren französischen Staatsangehörigen fehle weiterhin jede Nachricht.

Die Katastrophe ereignete sich am Mittwoch, 26. August, in einer Himalaya-Region nahe der chinesischen Grenze. Gewaltige Wasser-, Schlamm- und Geröllmassen rissen nach bisherigen Berichten Straßen, Gebäude und Fahrzeuge mit sich. Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden und Vermissten. Zerstörte Verkehrswege und instabile Hänge erschweren den Zugang zu einzelnen Tälern erheblich.

Nach Angaben nepalesischer Stellen werden mehr als 1.400 Menschen vermisst, darunter zahlreiche Reisende aus dem Ausland. Die Zahl der Todesopfer stieg am Donnerstag auf mindestens 392. Diese Bilanz ist vorläufig: Einsatzkräfte erreichen abgelegene Orte zum Teil erst mit erheblicher Verzögerung, während Behörden Vermisstenmeldungen abgleichen müssen. Unter den Betroffenen sollen sich auch Wanderer und Pilger befinden.

Mindestens 80 Franzosen hatten den französischen Behörden vor der Katastrophe ihre Anwesenheit in Nepal gemeldet. Daraus lässt sich allerdings nicht schließen, wie viele von ihnen in der unmittelbar betroffenen Region unterwegs waren. Das Außenministerium steht nach eigenen Angaben mit den örtlichen Stellen in Verbindung und unterstützt Familien, die keine Nachricht von Angehörigen erhalten haben.

Die Suche konzentriert sich auf verschüttete Siedlungen, Uferbereiche und Abschnitte entlang der betroffenen Flüsse. Soldaten, Rettungsteams und Suchhunde sind im Einsatz. Räumfahrzeuge beseitigen Geröll und Schlamm von Straßen, während Helfer Menschen aus schwer zugänglichen Gebieten bringen. Weiterer Regen und gelockertes Gestein könnten die Arbeiten zusätzlich gefährden. Für die Einsatzkräfte wächst der Zeitdruck, weil Verschüttete möglichst rasch gefunden werden müssen.

Ersten Einschätzungen zufolge wurde die Flut durch den Zusammenbruch eines Gletschers ausgelöst, der große Mengen Eis, Wasser und Geröll talwärts setzte. Darauf folgten Erdrutsche und Schlammlawinen. Die genaue Abfolge und das gesamte Ausmaß der Schäden werden noch untersucht. Auch auf der chinesischen Seite der Grenze wurden Tote und Vermisste gemeldet.

Für die Angehörigen in Frankreich ist die Lage besonders belastend, weil die Identität vieler Vermisster noch geprüft wird und unterbrochene Verbindungen die Kontaktaufnahme erschweren können. Das Außenministerium rief französische Staatsangehörige in Nepal dazu auf, den Anweisungen der örtlichen Behörden zu folgen und sich bei ihren Familien zu melden. Die französische Regierung bekundete am 27. August Nepal und China ihre Solidarität.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französisches Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten
  • TF1 Info
  • Le Monde
  • Euronews

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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