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Ukraine fordert stärkere Abwehr gegen russische ballistische Raketen

Bei Beratungen mit wichtigen europäischen Unterstützern in Kyjiw dringt die Ukraine auf zusätzliche Systeme zur Abwehr ballistischer Raketen. Benötigt werden vor allem Abfangraketen, Radarkapazitäten und eine raschere Produktion.

Kyjiw – 24.08.2026: Die Ukraine dringt bei Beratungen mit wichtigen europäischen Unterstützern auf zusätzliche Flug- und Raketenabwehr. Anlass sind verstärkte russische Angriffe mit ballistischen Raketen, gegen die das Land nach eigenen Angaben nicht genügend geeignete Abfangmittel besitzt. Das Treffen findet am ukrainischen Unabhängigkeitstag statt und wird von Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich mit vorbereitet.

Ballistische Raketen sind besonders schwer abzufangen: Sie erreichen hohe Geschwindigkeiten und stürzen nach einer steilen Flugbahn auf ihr Ziel zu. Für die Ukraine geht es daher neben weiteren Startgeräten vor allem um Abfangraketen und leistungsfähige Radarsysteme. Systeme wie Patriot sind zur Abwehr solcher Geschosse ausgelegt. Ihre Wirksamkeit hängt jedoch davon ab, ob ausreichend Lenkflugkörper verfügbar sind und bedrohte Gebiete rechtzeitig erfasst werden.

Die Forderung aus Kyjiw folgt auf eine Serie schwerer russischer Angriffe. Nach Berichten internationaler Medien wurden die Hauptstadt und weitere Städte wiederholt mit ballistischen Raketen beschossen. Die ukrainische Führung argumentiert, eine dichtere Luftverteidigung könne zivile Opfer und Schäden an wichtiger Infrastruktur begrenzen. Eine flächendeckende Sicherung des Landes ist angesichts seiner Größe und der begrenzten Zahl geeigneter Systeme allerdings kaum möglich. Schutz erhalten deshalb vorrangig Großstädte, Energieanlagen, Verkehrswege und militärisch bedeutende Standorte.

Am 13. Juli hatten Frankreich, Deutschland, Italien, Dänemark, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden, das Vereinigte Königreich und die Ukraine die Einrichtung einer integrierten europäischen Koalition zur Abwehr ballistischer Raketen angekündigt. Das defensiv ausgerichtete Vorhaben soll industrielle Kapazitäten, Forschung und die im Krieg gewonnenen Erfahrungen zusammenführen. Dahinter steht auch die Erkenntnis, dass europäische Vorräte und Produktionslinien bislang nur begrenzt auf einen lang andauernden, intensiven Raketenkrieg vorbereitet sind.

Parallel planen Frankreich und die Ukraine eine engere Rüstungskooperation. In einer im Juli veröffentlichten gemeinsamen Erklärung stellten beide Länder eine künftige Zusammenarbeit bei SAMP/T-NG-Systemen sowie die Lizenzfertigung von Aster-30-Raketen in der Ukraine in Aussicht. Solche Projekte könnten die Versorgung langfristig verbessern, lösen den akuten Mangel an einsatzbereiten Abfangraketen aber nicht.

Bei den Beratungen am 24. August geht es daher um zusätzliche Lieferungen, eine beschleunigte Produktion und die Abstimmung beim Einsatz vorhandener Systeme. Öffentlich bestätigte Beschlüsse lagen zunächst nicht vor. Die ukrainische Regierung verbindet ihre Bitte um weitere Abwehrmittel mit der Forderung, den politischen und wirtschaftlichen Druck auf Russland zu erhöhen. Die europäischen Partner müssen dabei den unmittelbaren Bedarf der Ukraine gegen ihre eigenen militärischen Reserven abwägen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präsidialamt der Ukraine
  • Le Monde
  • TF1 Info

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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