Politik & Gesellschaft

Tausende gedenken der Opfer des Anschlags von Trappes

In Paris, Lyon und Marseille haben Tausende Menschen der Opfer des Anschlags von Trappes und La Verrière gedacht. Die Antiterrorstaatsanwaltschaft ermittelt wegen eines mutmaßlich rassistisch motivierten Terrorverbrechens.

Paris – 27.10.2026: Mit Kerzen, Blumen und Plakaten gegen Rassismus haben am Montagabend in mehreren französischen Städten Tausende Menschen der Opfer des Anschlags von Trappes und La Verrière gedacht. In Paris, Lyon und Marseille kamen sie drei Tage nach der Tat zusammen. Ein Schütze soll in den beiden Gemeinden im Département Yvelines einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt haben.

In Paris versammelten sich die Teilnehmer auf dem Place de la Bataille-de-Stalingrad im 19. Arrondissement. Gewerkschaften, antirassistische Vereine, Studentenorganisationen und lokale Initiativen hatten zu dem Gedenken aufgerufen. Die Kundgebung richtete sich gegen rassistische Gewalt und galt den Betroffenen und ihren Angehörigen.

Auch in Lyon füllte sich am frühen Abend die Place de la Comédie vor dem Rathaus. Die Stadt hatte ausdrücklich dazu aufgerufen, der Opfer von Trappes und La Verrière sowie aller Opfer rassistischer Verbrechen zu gedenken. Nach Berichten örtlicher Medien beteiligten sich rund 1.500 Menschen. In Marseille versammelten sich mehrere Hundert Menschen am Alten Hafen. Von größeren Zwischenfällen bei den Kundgebungen wurde zunächst nichts bekannt.

Der Anschlag ereignete sich am Freitag, dem 23. Oktober, an mehreren Orten in Trappes und der benachbarten Gemeinde La Verrière, rund 30 Kilometer südwestlich von Paris. Nach Angaben der Behörden erstreckte sich die Tatserie über etwa 15 Minuten. Der 26-jährige Pengo Bossio Wangi wurde getötet; unter den Verletzten befindet sich nach übereinstimmenden Medienberichten auch ein zwölfjähriges Mädchen.

Die Nationale Antiterrorstaatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes und versuchten Mordes mit terroristischem Hintergrund. Sie prüft als erschwerenden Umstand, ob die Opfer aufgrund ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Herkunft, Ethnie, Nationalität oder Religion ausgewählt wurden. Der festgenommene Tatverdächtige bestreitet nach Angaben aus den Ermittlungen ein rassistisches Motiv. Die strafrechtliche Bewertung obliegt der Staatsanwaltschaft und den zuständigen Gerichten.

Präsident Emmanuel Macron hatte den Anschlag bereits am Abend des 23. Oktober als rassistischen Terrorakt bezeichnet. Innenminister Laurent Nuñez erklärte, die Schüsse seien an drei verschiedenen Orten gefallen. Die Ermittler müssen nun anhand von Zeugenaussagen, Spuren und den Angaben des Beschuldigten klären, wie die Tat ablief und nach welchen Kriterien der Schütze seine Opfer auswählte.

Die Gedenkveranstaltungen verbanden die Trauer um den Getöteten mit einer öffentlichen Absage an rassistische Gewalt. Während die strafrechtliche Aufarbeitung erst begonnen hat, bleiben als gesicherte Bilanz des Anschlags ein getöteter 26-Jähriger und fünf Verletzte.

Quellen

  • Franceinfo
  • Stadt Lyon
  • Le Monde
  • Associated Press
  • TV5MONDE und Agence France-Presse
  • Marsactu

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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