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Sophie Adenot vor ihrem zweiten Außeneinsatz an der ISS

Eine Woche nach ihrem ersten Weltraumausstieg soll die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot gemeinsam mit Anil Menon eine Ersatzantenne an der ISS montieren. Für die anspruchsvolle Arbeit ist erneut ein Raumanzug mit jahrzehntealtem Grundkonzept vorgesehen.

Internationale Raumstation – 25.08.2026: Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot soll an diesem Dienstag zu ihrem zweiten Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation aufbrechen. Gemeinsam mit dem NASA-Astronauten Anil Menon will sie die Montage einer Ersatzantenne abschließen, die der Kommunikation zwischen der ISS und der Erde dient. Der Beginn der Arbeiten ist nach NASA-Angaben für den Nachmittag mitteleuropäischer Sommerzeit vorgesehen.

Der Einsatz setzt die Außenbordarbeit vom 18. August fort. Adenot und Menon bauten damals die defekte Antenne SGANT-2 von der Z1-Struktur der Raumstation ab und befestigten sie vorläufig an deren Außenseite. Für den Einbau des Ersatzteils blieb nicht genügend Zeit: Elektrische Verbindungen und Befestigungselemente der alten Anlage ließen sich schwerer lösen als geplant.

Die Antenne ist Teil des Systems, über das die ISS mithilfe von Datenrelaissatelliten mit den Kontrollzentren am Boden kommuniziert. Nach Angaben der NASA konnte SGANT-2 seit November 2025 keine solchen Satelliten mehr nachführen. Beim nun angesetzten Einsatz soll Menon mit dem Roboterarm Canadarm2 zur Ersatzantenne bewegt werden. Adenot soll das Bauteil aus seiner äußeren Halterung lösen und die Montage unterstützen. NASA und ESA veranschlagten dafür etwa sechseinhalb Stunden.

Für Adenot ist es der zweite Weltraumausstieg binnen sieben Tagen. Ihre erste Arbeit außerhalb der Station dauerte sechs Stunden und 23 Minuten. Damit war sie die erste Französin, die einen Außeneinsatz im All absolvierte. Nach ihrer Rückkehr berichtete sie von Muskelkater am folgenden Tag – eine körperliche Folge der Arbeit in einem unter Druck stehenden Raumanzug.

Adenot trägt erneut eine Extravehicular Mobility Unit, kurz EMU. Das Grundkonzept dieses US-Raumanzugs stammt aus den 1970er Jahren; erstmals wurde das System Anfang der 1980er Jahre bei Flügen des Space Shuttles eingesetzt. Die auf der ISS verwendeten Exemplare sind seither wiederholt überarbeitet, gewartet und mit ausgetauschten Komponenten versehen worden. Konstruktion und Bewegungsprinzip beruhen jedoch weiterhin auf dem älteren Entwurf.

Ein vollständig ausgerüsteter EMU-Anzug hat auf der Erde eine Masse von rund 140 Kilogramm. In der Schwerelosigkeit muss diese Masse zwar nicht getragen werden, sie bleibt jedoch träge. Zugleich setzt der Innendruck jeder Bewegung Widerstand entgegen. Das Greifen, Drehen und Fixieren von Werkzeugen verlangt deshalb über Stunden erhebliche Kraft und Konzentration.

Vor dem Verlassen der Station werden Dichtigkeit, Druckversorgung, Funkverbindung und Lebenserhaltungssysteme geprüft. Die Astronauten arbeiten anschließend in einer Umgebung ohne unmittelbare Ausweichmöglichkeit; sämtliche Handgriffe sind daher detailliert vorbereitet. Ein bestätigtes Ergebnis des für den 25. August geplanten Einsatzes lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Quellen

  • Franceinfo
  • NASA ISS-Blog
  • Europäische Weltraumorganisation ESA
  • Centre national d'études spatiales

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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