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Familien von Erdbebenopfern fordern Entschuldigung von Venezuelas Regierung

Nach dem Tod abgeschobener Venezolaner beim Einsturz einer Unterkunft in La Guaira verlangen Angehörige Aufklärung, Entschädigung und eine öffentliche Entschuldigung der Regierung.

Caracas – 25.08.2026: Zwei Monate nach den schweren Erdbeben in Venezuela fordern Angehörige von abgeschobenen Migranten eine öffentliche Entschuldigung der Übergangsregierung. Bei einer Kundgebung am 24. August in Caracas verlangten sie außerdem eine unabhängige Untersuchung, Auskunft über das Schicksal aller Betroffenen und Entschädigungen für die Familien. Ihre Verwandten waren kurz vor der Katastrophe aus den Vereinigten Staaten nach Venezuela gebracht worden und starben oder verschwanden beim Einsturz einer staatlich kontrollierten Unterkunft.

Nach Angaben von Franceinfo befanden sich 146 Venezolaner, darunter 19 Frauen und sieben Kinder, an Bord eines Abschiebeflugs aus Miami. Nach ihrer Landung auf dem Flughafen Maiquetía durften sie demnach nicht zu ihren Familien zurückkehren. Stattdessen brachte man sie in ein älteres Gebäude im Küstenstaat La Guaira, wo sie vom venezolanischen Geheimdienst SEBIN festgehalten worden sein sollen. Wenige Stunden später erschütterten am 24. Juni zwei starke Beben das Land; die Unterkunft stürzte ein.

Die Familien machen die Behörden für die Unterbringung verantwortlich. Bei dem Protest erklärten Angehörige, ihnen fehle bis heute eine vollständige und verlässliche Liste der Überlebenden, Verletzten und Toten. Einige von ihnen hätten nach der Katastrophe wochenlang versucht, überhaupt Informationen über ihre Verwandten zu erhalten. Der mangelnde Zugang zur Unglücksstelle und widersprüchliche Auskünfte hätten die Suche zusätzlich erschwert. Auch die Identifizierung geborgener Opfer sei dadurch belastet worden.

Die Beben erreichten nach Angaben der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation Magnituden von 7,2 und 7,5. La Guaira gehörte zu den am schwersten getroffenen Landesteilen. Zahlreiche Gebäude brachen zusammen, Rettungskräfte und Angehörige suchten über Wochen nach Verschütteten. Internationale Hilfsorganisationen richteten Notunterkünfte ein und unterstützten Menschen, die ihr Zuhause verloren hatten.

Für die Angehörigen verbindet sich die Naturkatastrophe mit der Verantwortung staatlicher Stellen. Die Abschiebung hatten viele zunächst als schmerzhafte, zugleich aber mögliche Heimkehr verstanden. Tatsächlich gerieten die Rückkehrer unmittelbar nach ihrer Ankunft erneut in Gewahrsam. Die Familien wollen deshalb wissen, wer die Unterbringung in dem später eingestürzten Gebäude anordnete, ob dessen Zustand geprüft worden war und weshalb die Betroffenen nicht zu ihren Angehörigen weiterreisen durften.

Ihre Forderungen richten sich an die Behörden in Caracas: Sie verlangen die Anerkennung des erlittenen Leids, eine Untersuchung der Entscheidungen nach der Landung sowie finanzielle Hilfe. Eine öffentliche Reaktion der Übergangsregierung auf die am 24. August erhobenen Forderungen lag zunächst nicht vor.

Quellen

  • Franceinfo
  • Free Malaysia Today
  • Washington Post
  • Panamerikanische Gesundheitsorganisation

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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