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Italien holt Ex-Minister Fedorow als Verteidigungsberater

Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow soll Italien bei Drohnentechnik und Luftverteidigung beraten. Seine Berufung folgt auf einen politischen Bruch mit der Führung in Kiew.

Rom – 28.08.2026: Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow wird Berater des italienischen Verteidigungsministers Guido Crosetto. Fedorow teilte am Freitag mit, er habe das Angebot angenommen. Er soll Italien bei der Modernisierung seiner Streitkräfte unterstützen und Erfahrungen aus einem Krieg einbringen, in dem neue Technologien die militärische Planung grundlegend verändert haben.

Crosetto und Fedorow trafen sich dazu in Rom. Nach Angaben des italienischen Ministers sprachen sie vor allem über Drohnen und Luftverteidigung. Beide Bereiche haben seit Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine im Februar 2022 erheblich an Bedeutung gewonnen. Unbemannte Systeme dienen unter anderem der Aufklärung, der Zielerfassung und Angriffen; zugleich zwingt ihr massenhafter Einsatz die Streitkräfte zur Entwicklung neuer Schutzmaßnahmen.

Fedorow soll seine Kenntnisse künftig in einer formalen Beratungsfunktion für Crosetto einsetzen. Einzelheiten zu Dauer, Vergütung und organisatorischer Einbindung wurden zunächst nicht veröffentlicht. Die bisher bekannten Angaben lassen jedoch erkennen, dass er kein italienisches Regierungsamt übernimmt. Fedorow erklärte, sein Einsatz gelte weiterhin in erster Linie der Ukraine.

Der Wechsel nach Rom folgt auf eine kurze und konfliktreiche Amtszeit in Kiew. Fedorow war im Januar 2026 zum ukrainischen Verteidigungsminister berufen worden, verlor das Amt jedoch Mitte Juli. Berichten zufolge war er mit der militärischen Führung über Fragen der Beschaffung, der Personalpolitik und der Reform der Streitkräfte aneinandergeraten. Die Auseinandersetzung berührte damit Bereiche, die für die Verteidigungsfähigkeit des Landes unmittelbar relevant sind.

Nach seiner Entlassung verschärfte Fedorow seine öffentliche Kritik an Präsident Wolodymyr Selenskyj. Er verlangte politische Veränderungen während des Krieges und sprach sich für eine Wiederaufnahme des demokratischen Prozesses sowie für Wahlen aus. Selenskyj wies diese Forderung zurück und verwies auf die Gefahren einer landesweiten Abstimmung unter Kriegsbedingungen. Wegen des geltenden Kriegsrechts sind Wahlen in der Ukraine derzeit ausgeschlossen.

Für Italien eröffnet die Verpflichtung einen direkten Zugang zu praktischen Erfahrungen der ukrainischen Streitkräfte. Das Land gehört zu den europäischen Unterstützern der Ukraine und arbeitet zugleich an der Modernisierung seiner eigenen Verteidigung. Erkenntnisse über den Einsatz von Drohnen, die Abwehr unbemannter Fluggeräte und den Schutz vor Luftangriffen sind dabei auch für andere europäische Armeen von Interesse.

Fedorows neue Rolle verbindet somit Italiens militärtechnische Planungen mit den Erfahrungen eines ehemaligen ukrainischen Regierungsmitglieds. Bekanntgegeben wurde die Ernennung am 28. August nach seinem Treffen mit Crosetto in Rom.

Quellen

  • Franceinfo
  • ANSA
  • Associated Press
  • Reuters über Boursorama
  • Euronews

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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