Politik & Gesellschaft

Hunderte gedenken in Aubervilliers des getöteten Pengo Bossio Wangi

In Aubervilliers haben Hunderte Menschen Abschied von Pengo Bossio Wangi genommen. Der 26-jährige Kampfsportler wurde bei dem mutmaßlich rassistischen Anschlag in Trappes getötet.

Aubervilliers – 25.10.2026: Hunderte Menschen haben am Sonntag bei einem stillen Gedenkmarsch in Aubervilliers Abschied von Pengo Bossio Wangi genommen. Der 26-Jährige trainierte in einem Verein für gemischte Kampfkünste in der Stadt nördlich von Paris. Dessen Gründer hatte zu der Versammlung aufgerufen. Angehörige, Freunde, Trainingspartner und Einwohner erinnerten an einen jungen Sportler, den sein Umfeld als hilfsbereit und engagiert beschrieb.

Der Marsch führte vom Rathaus von Aubervilliers zur Trainingshalle seines Vereins. Viele Teilnehmer trugen weiße Kleidung, hielten Blumen oder Bilder des Getöteten in den Händen. Die Zusammenkunft gab der Trauer um Wangi einen öffentlichen Ort. Zugleich wurde sichtbar, wie eng er mit dem Verein und dessen Gemeinschaft verbunden war. Dort galt er als Kämpfer, der anderen half und im Training Verantwortung übernahm.

Wangi war am Freitag, dem 23. Oktober, bei Schüssen in Trappes im Département Yvelines getötet worden. Nach Angaben der Ermittler wurden bei Angriffen in Trappes und der benachbarten Gemeinde La Verrière fünf weitere Menschen verletzt, darunter ein zwölfjähriges Mädchen. Die Schüsse fielen an mehreren Orten und lösten einen umfangreichen Polizeieinsatz aus.

Die nationale Antiterrorstaatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Sie untersucht den Fall wegen Mordes und versuchten Mordes mit terroristischem Hintergrund sowie wegen eines möglichen rassistischen Tatmotivs. Präsident Emmanuel Macron sprach nach einem Besuch in Trappes von einem rassistischen Terroranschlag. Die genaue rechtliche Einordnung, der Ablauf der Taten und die individuelle Verantwortung des Verdächtigen sind Gegenstand des laufenden Verfahrens.

Der mutmaßliche Täter, ein 39-jähriger Mann, wurde nach den Schüssen festgenommen. Seine polizeiliche Vernehmung wurde Medienberichten zufolge später aus psychiatrischen Gründen beendet; anschließend kam er in medizinische Behandlung. Die Ermittlungen werden unabhängig davon fortgesetzt. Die zuständige Staatsanwaltschaft rekonstruiert, wie der Verdächtige vorging, welche Vorbereitungen er möglicherweise traf und aus welchem Motiv heraus er seine Opfer auswählte.

Schon am Samstag hatten sich in Trappes mehr als 200 Menschen unweit des Ortes versammelt, an dem Wangi tödlich getroffen worden war. Die Gedenkveranstaltungen in Trappes und Aubervilliers verbanden die beiden Städte, in denen sich sein Alltag abspielte: Hier lebte und trainierte der Kampfsportler, dort wurde er getötet. Am Sonntag stand vor allem die Erinnerung an den 26-Jährigen im Vordergrund. Sein Verein würdigte ihn als einen Kämpfer, der anderen ein Vorbild gewesen sei.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Le Monde
  • 20 Minutes
  • TF1 Info
  • Parquet national antiterroriste

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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