Narbonne – 24.08.2026: Heftige Gewitter haben am Montag den Bahn- und Straßenverkehr im Süden Frankreichs erheblich beeinträchtigt. Besonders betroffen war die Strecke entlang der Mittelmeerküste zwischen Narbonne im Département Aude und Sète im Département Hérault. Dort kam es zu Zugverspätungen. Verkehrsminister Philippe Tabarot verwies auf Störungen bei mehreren Verkehrsträgern und rief Reisende dazu auf, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Lage zu informieren.
In Neu-Aquitanien kündigte die SNCF für die Zeit von 14 Uhr bis zum Betriebsschluss Verspätungen und Zugausfälle an. Der staatliche Mobilitätsdatenservice nannte die Gewitter und einen entsprechend angepassten Betriebsplan als Ursache. Eine vollständige Übersicht der betroffenen Verbindungen lag am Abend nicht vor. Fahrgäste mussten daher auch kurzfristig mit geänderten Abfahrtszeiten oder gestrichenen Zügen rechnen.
Die Verkehrsprobleme gingen auf eine ausgedehnte Unwetterlage zurück. Météo-France warnte am 24. August vor teils kräftigen Gewittern auf einer breiten Achse vom Südwesten über das Zentralmassiv bis zur Mittelmeerküste. Am Nachmittag galten für 18 Départements erhöhte amtliche Warnstufen. Dazu gehörten unter anderem Aude, Hérault, Gard, Bouches-du-Rhône, Var, Haute-Garonne und Dordogne.
Im Südwesten waren die Folgen bereits am Morgen sichtbar. Nach Angaben der Präfektur des Départements Landes waren zeitweise rund 7.500 Haushalte ohne Strom. Feuerwehr und Rettungsdienste rückten in etwa 20 Gemeinden zu mehr als 150 Einsätzen aus. Gemeldet wurden vor allem überflutete Bereiche und umgestürzte Bäume. Auch eine regionale Bahnstrecke musste unterbrochen werden.
Auf mehreren Fernstraßen ordneten die Behörden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an. Für die Autobahnen A9 und A61 sowie weitere Nationalstraßen in Aude und Pyrénées-Orientales galten zwischen 16 und 19 Uhr besondere Verkehrsauflagen. Lastwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen durften höchstens 70 Kilometer pro Stunde fahren und nicht überholen. Die Vorgaben galten auch für Gefahrguttransporte und sollten die Risiken durch Starkregen, Hagel und kräftige Böen verringern.
Die Bahnverbindung zwischen Narbonne und Sète ist Teil des stark befahrenen Eisenbahnkorridors an der französischen Mittelmeerküste. Auf ihr verkehren Fern-, Regional- und Güterzüge. Einschränkungen können deshalb über die unmittelbar betroffenen Bahnhöfe hinaus Anschlüsse und Umläufe beeinträchtigen. Bevor Strecken nach schweren Gewittern wieder regulär befahren werden, müssen Betreiber zudem Gleise, Oberleitungen und Signalanlagen auf Schäden kontrollieren.
Météo-France erwartete, dass die Gewitter am Dienstag, dem 25. August, nach Nordosten weiterziehen. Reisende wurden aufgefordert, Abfahrtszeiten und Verkehrshinweise unmittelbar vor ihrer Fahrt zu prüfen; auf den betroffenen Straßen blieben die behördlich angeordneten Geschwindigkeits- und Überholbeschränkungen maßgeblich.
Quellen
- Franceinfo
- Météo-France
- transport.data.gouv.fr
- Radio VINCI Autoroutes
- Ministère des Transports
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).