Politik & Gesellschaft

Frau bei Schüssen im Finistère getötet

In Plourin-lès-Morlaix ist eine etwa 60 Jahre alte Frau erschossen worden. Ihr Lebensgefährte wurde schwer verletzt, schwebt laut Staatsanwaltschaft aber nicht in Lebensgefahr. Der tatverdächtige Nachbar kam mit einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus.

Plourin-lès-Morlaix – 05.09.2026: Bei Schüssen in einem Wohnviertel von Plourin-lès-Morlaix im Département Finistère ist am Freitagnachmittag eine etwa 60 Jahre alte Frau getötet worden. Ihr rund 55 Jahre alter Lebensgefährte erlitt schwere Verletzungen, befindet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Brest jedoch nicht in Lebensgefahr. Ein Nachbar des Paares steht im Verdacht, auf beide geschossen zu haben.

Gendarmerie und Rettungskräfte wurden am 4. September kurz nach 14 Uhr alarmiert. Anwohner hatten drei Schüsse gemeldet, die im Abstand von jeweils einigen Minuten zu hören gewesen sein sollen. Die Einsatzkräfte fanden zunächst den verletzten Mann. Die Frau wurde tot aufgefunden, nachdem die Sicherheitskräfte den Bereich gesichert hatten.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft war der Lebensgefährte der Getöteten nach den ersten Schüssen zum Tatort gekommen und dort ebenfalls getroffen worden. Beide Opfer lebten in der Nachbarschaft des Verdächtigen. Die Behörden nannten weder ihre Namen noch weitere persönliche Einzelheiten.

Der tatverdächtige Nachbar, ein 1962 geborener Mann, hatte sich nach den Schüssen in oder nahe seinem Wohngebäude verschanzt. Da er als bewaffnet galt, wurde die Gendarmerie-Spezialeinheit GIGN aus Nantes hinzugezogen. Beim Zugriff fanden die Beamten den Mann bewusstlos und weiterhin bewaffnet. Er hatte eine schwere Verletzung am Kopf erlitten.

Die bisherigen Erkenntnisse deuteten auf einen Suizidversuch des Verdächtigen hin, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Rettungskräfte versorgten ihn vor Ort und brachten ihn in sehr kritischem Zustand per Hubschrauber in ein Krankenhaus. Ob und wann eine Vernehmung möglich sein wird, war am Samstag noch offen. Zu einem möglichen Motiv äußerten sich die Ermittler zunächst nicht.

Die Staatsanwaltschaft Brest leitete ein Verfahren wegen Mordes und versuchten Mordes ein. Beauftragt wurden die Ermittlungsbrigade der Gendarmerie in Plourin-lès-Morlaix und die regionale Ermittlungsabteilung in Rennes. Die Ermittler sichern Spuren, werten die Aussagen von Zeugen aus und rekonstruieren die Abfolge der drei gemeldeten Schüsse. Auch ballistische Untersuchungen sollen klären, von welchen Standorten aus gefeuert wurde und welche Waffe bei den einzelnen Schüssen zum Einsatz kam.

Die Absperrungen in dem Wohngebiet wurden am Freitagabend nach dem Ende des Großeinsatzes aufgehoben. Die weitere strafrechtliche Aufarbeitung hängt auch davon ab, ob sich der Gesundheitszustand des Verdächtigen stabilisiert und er zu den Vorwürfen befragt werden kann. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, weitere Angaben nur im Einklang mit den laufenden Ermittlungen und dem Schutz der Privatsphäre zu veröffentlichen.

Quellen

  • Franceinfo
  • TF1 Info
  • RTL

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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