Umwelt

Französischer Bergführer sucht nach zwei Mitarbeitern in Nepal

Nach den verheerenden Sturzfluten im Norden Nepals vermisst der französische Bergführer Simon Allix zwei Mitarbeiter. Hunderte Menschen kamen ums Leben, zahlreiche Orte sind weiterhin kaum erreichbar.

Rasuwa – 29.08.2026: Nach den verheerenden Sturzfluten im Norden Nepals sucht der französische Bergführer und Reisebegleiter Simon Allix nach zwei Mitarbeitern. Allix, der die betroffene Himalaya-Region nach eigenen Angaben gut kennt, berichtete von zerstörten Verkehrswegen und einer weiterhin unübersichtlichen Lage. In den schwer zugänglichen Tälern suchen Rettungskräfte nach zahlreichen Vermissten.

Die Flut traf am Mittwoch, 26. August 2026, den Distrikt Rasuwa an der Grenze zu Tibet. Eine gewaltige Mischung aus Wasser, Schlamm, Eis, Geröll und Fels raste durch das Tal des Bhote Koshi und weiter in das Flusssystem des Trishuli. Siedlungen, Straßen, Brücken und touristische Einrichtungen wurden schwer beschädigt oder fortgerissen.

Nach Angaben der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde waren bis Freitagabend mindestens 579 Tote geborgen worden. Knapp 2.000 Menschen galten weiterhin als vermisst. Die Zahlen sind vorläufig, weil viele betroffene Orte bislang nur aus der Luft oder über beschädigte Gebirgswege erreicht werden können. Unterbrochene Straßen und zerstörte Brücken erschweren den Transport von Hilfskräften, Geräten und Versorgungsgütern.

Unter den Vermissten befinden sich auch ausländische Reisende. Das nepalesische Außenministerium richtete eine Notfallstelle für Angehörige, diplomatische Vertretungen und internationale Organisationen ein. Dort sollen Informationen über Menschen gebündelt werden, deren Aufenthaltsort nach der Flut ungeklärt ist. In einer Region mit vielen Trekkinggruppen und Reiseveranstaltern ist die Zuordnung besonders schwierig: Nicht alle Besucher waren zur Unglückszeit über dieselben Wege oder mit registrierten Gruppen unterwegs.

Die französische Botschaft in Kathmandu unterstützt französische Staatsangehörige und deren Angehörige. Das Außenministerium in Paris rät Reisenden, die beschädigten Gebiete um Timure, Syabrubesi, Nuwakot, Dhading und Muglin zu meiden. Betroffene sollen den Anweisungen der nepalesischen Behörden folgen und die aktuellen Hinweise des Nepal Tourism Board beachten.

Fachleute vermuten, dass ein Abbruch von Eis und Gestein im Hochgebirge die Sturzflut ausgelöst haben könnte. Der Materialstrom erreichte die tiefer gelegenen Flusstäler binnen kurzer Zeit und ließ kaum Raum für Warnungen oder eine geordnete Flucht. Zugleich prüfen die Behörden, ob aufgestautes Wasser oberhalb der zerstörten Gebiete weitere Überschwemmungen verursachen könnte.

Die Folgen reichen über die unmittelbare Rettungsarbeit hinaus. Rasuwa ist ein wichtiger Zugang zu Trekkingrouten, Pilgerwegen und Grenzübergängen nach Tibet. Von Reisenden leben dort Bergführer, Träger, Fahrer, Herbergen und kleine Händler. Mit Straßen und Brücken sind deshalb auch zentrale Lebensgrundlagen zerstört worden. Für Simon Allix und viele andere Teams bleibt zunächst die Suche nach ihren vermissten Mitarbeitern und Angehörigen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Nepalesisches Außenministerium
  • France Diplomatie
  • Associated Press
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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