Paris – 03.09.2026: Frankreich verlängert die Kraftstoffhilfe für die Fischerei um zwei Monate. Berufsfischer erhalten für Treibstoff, den sie im September und Oktober 2026 beziehen, weiterhin einen Zuschuss von 25 Cent je Liter. Die Regierung führt damit eine Unterstützung fort, die besonders energieabhängige Branchen vor den Folgen hoher Kraftstoffpreise schützen soll.
Der Nationale Ausschuss für maritime Fischerei und Meereszucht begrüßte den Beschluss. Dessen Präsident Olivier Le Nézet sagte am Donnerstag dem Sender Franceinfo, die Hilfe sei für die Versorgung des Landes mit hochwertigem Fisch von großer Bedeutung. Zugleich stellte er klar, dass der feste Fördersatz überprüft werden müsse, falls die Preise weiter steigen. Die Branche betrachtet die Verlängerung daher als notwendige Entlastung, nicht als dauerhafte Lösung.
Der Zuschuss von 25 Cent je Liter galt bereits für Juni, Juli und August 2026. Er soll Betrieben mit Schiffen unter französischer Flagge einen Teil der zusätzlichen Energiekosten ersetzen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit sowie die Einkommen der Besatzungen sichern. Die Förderung betrifft gewerbliche Treibstoffkäufe und schließt an ein im Frühjahr eingerichtetes Liquiditätshilfeprogramm an.
In der Fischerei entscheidet der Dieselpreis unmittelbar darüber, ob sich eine Ausfahrt wirtschaftlich lohnt. Übersteigen die Ausgaben für Treibstoff, Personal und Schiffsbetrieb die erwarteten Erlöse aus dem Fang, können Kutter im Hafen bleiben. Die Folgen reichen über die einzelnen Unternehmen hinaus: Auch Fischauktionen, Verarbeiter, Händler und Küstenhäfen sind auf regelmäßige Anlandungen angewiesen.
Die französische Unterstützung beruht auf einem Dekret und einer Verordnung vom 29. Mai 2026. Die Europäische Kommission hatte das Beihilfesystem am 22. Mai genehmigt. Paris konnte die Zuschüsse damit im Rahmen befristeter europäischer Regeln zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Konflikts im Nahen Osten gewähren. Für die Betriebe gelten Antragsfristen und Nachweispflichten über die erworbenen Treibstoffmengen.
Auch andere Gruppen, die besonders unter hohen Energiepreisen leiden, sollen weiter unterstützt werden. Dazu zählen nach Angaben der Regierung Unternehmen aus Landwirtschaft, Bauwirtschaft und Straßentransport. Für private Vielpendler wurde der Fördermechanismus zunächst mindestens bis Ende September verlängert. Die Regierung verhindert damit eine abrupte Unterbrechung nach dem Auslaufen bisheriger Programme am 31. August, hält jedoch an zeitlich begrenzten Zuschüssen fest.
Wie stark die Fischereibetriebe tatsächlich entlastet werden, hängt von den Einkaufspreisen im September und Oktober ab. Eine automatische Anpassung des Zuschusses an weitere Preissteigerungen ist in der veröffentlichten Regelung nicht vorgesehen.
Quellen
- Franceinfo
- Französische Regierung
- Ministerium für ökologischen Wandel und Meerespolitik
- Légifrance
- Nationaler Ausschuss für maritime Fischerei und Meereszucht
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).