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Vereinigte Staaten und Ecuador versenken mutmaßliches Versorgungsschiff

US-Streitkräfte haben im östlichen Pazifik ein Schiff kontrolliert und anschließend versenkt. Washington und Quito werfen ihm logistische Hilfe für Los Choneros vor; Angehörige der Besatzung bestreiten dies.

Manta – 03.09.2026: US-Streitkräfte haben gemeinsam mit Ecuador im östlichen Pazifik ein Schiff abgefangen, durchsucht und anschließend versenkt. Nach Angaben des US-Südkommandos diente das Boot als schwimmende Tankstelle für Drogentransporte und unterstützte die ecuadorianische Verbrecherorganisation Los Choneros. Der Einsatz fand demnach am 2. September in internationalen Gewässern statt.

Beteiligt war die Joint Task Force Western Hemisphere. Marinesoldaten und Seeleute, die von dem amphibischen Transportschiff USS San Antonio aus eingesetzt wurden, gingen an Bord und durchsuchten das Schiff. Das US-Südkommando erklärte, die Kontrolle sei ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Menschen an Bord seien anschließend sicher an ecuadorianische Behörden übergeben worden. Danach wurde das Schiff versenkt.

Ecuadors Verteidigungsministerium bestätigte die gemeinsame Operation. Das Boot habe die kriminellen Aktivitäten von Los Choneros auf See unterstützt, teilte das Ministerium mit. Los Choneros gehört zu den mächtigsten kriminellen Netzwerken des Landes und spielt nach Erkenntnissen der Behörden eine wichtige Rolle im internationalen Drogenhandel. Die US-Regierung führt die Gruppe als ausländische Terrororganisation. Öffentlich zugängliche Belege für die Ladung oder frühere Fahrten des nun zerstörten Schiffes legten die beteiligten Behörden zunächst nicht vor.

Ecuadorianische Medien identifizierten das Boot als Fischereifahrzeug Conquista 2 aus Manta in der Küstenprovinz Manabí. Angehörige und der Eigentümer erklärten, 15 Fischer seien an Bord gewesen, als der Kontakt abbrach. Nach Darstellung des Eigentümers war die Besatzung zum Fischfang ausgelaufen. Er äußerte den Verdacht, das Schiff könne mit einem ähnlich benannten Boot verwechselt worden sein. Eine Bestätigung dieser Darstellung durch die Behörden lag zunächst nicht vor.

Auch zum Ort des Zugriffs gibt es unterschiedliche Angaben. Das US-Südkommando und Ecuadors Verteidigungsministerium sprechen von internationalen Gewässern im östlichen Pazifik. Der Eigentümer sagte dagegen, die Conquista 2 sei rund 240 Seemeilen vor der Küste Manabís gestoppt worden. Dies läge ebenfalls außerhalb der ecuadorianischen Hoheitsgewässer. Unabhängig geprüfte Positionsdaten waren nicht verfügbar.

Versorgungsschiffe können kleineren Schnellbooten auf langen Routen Treibstoff und Material übergeben. Damit verlängern sie deren Reichweite auf den Schmuggelwegen nach Mittel- und Nordamerika. Washington wertet die Versenkung daher als Schlag gegen die maritime Logistik des Drogenhandels. Fischerverbände in Manabí berichten zugleich von wachsender Verunsicherung unter den Besatzungen.

Für die 15 Besatzungsmitglieder lagen am Donnerstag keine detaillierten amtlichen Angaben zu ihrer Identität, ihrem möglichen Ermittlungsstatus oder dem Ort ihrer Übergabe vor. Gesichert ist bislang lediglich, dass das Schiff nach der Durchsuchung zerstört wurde und Ecuador den Einsatz offiziell unterstützt.

Quellen

  • Franceinfo
  • US-Südkommando
  • Primicias
  • El Universo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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