Umwelt

Drei Tropenstürme ziehen gleichzeitig über den Pazifik

Karina, Lowell und Marie werden gleichzeitig im östlichen und zentralen Pazifik beobachtet. Die seltene Häufung fällt in eine Phase, in der sich El Niño verstärkt.

Honolulu – 03.09.2026: Im östlichen und zentralen Pazifik werden gleichzeitig drei benannte Tropenstürme beobachtet: Karina, Lowell und Marie. Die zuständigen US-Wetterdienste veröffentlichten am 2. September für alle drei Systeme eigene Warnungen und Prognosen. Eine vergleichbare Folge von vier Wirbelstürmen hatte es nach Angaben von Franceinfo zuletzt 2015 gegeben, ebenfalls in einem Jahr mit einem starken El Niño.

Karina befand sich nach dem jüngsten Bulletin rund 2.235 Kilometer östlich von Hilo auf Hawaii und zog in westnordwestlicher Richtung. Mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von etwa 220 Kilometern pro Stunde erreichte der Hurrikan die Kategorie vier auf der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala. Küstenwarnungen galten zunächst nicht, weil Karina weit über dem offenen Meer lag.

Lowell befand sich südlich von Hawaii und hatte sich rasch zu einem Hurrikan der höchsten Kategorie entwickelt. Das Zentralpazifische Hurrikanzentrum meldete am 2. September um 21 Uhr koordinierter Weltzeit mittlere Windgeschwindigkeiten von rund 260 Kilometern pro Stunde. Auch für Lowell waren zu diesem Zeitpunkt keine Küstenwarnungen in Kraft. Auf See konnten die starken Winde und der hohe Wellengang dennoch gefährliche Bedingungen schaffen.

Für Marie veröffentlichte das Nationale Hurrikanzentrum ebenfalls eine fortlaufende Beratungsserie. Dass drei benannte Systeme zugleich aktiv sind, bedeutet keine unmittelbare Gefahr für bewohnte Inseln. Ob ein Wirbelsturm Land bedroht, hängt vor allem von seiner Zugbahn, der Entfernung zur Küste und der Ausdehnung seiner Windfelder ab. Diese Größen können sich innerhalb weniger Stunden verändern.

Die Häufung fällt in eine Phase ungewöhnlich warmer Meeresoberflächen im äquatorialen Pazifik. Der Klimadienst der US-Wetterbehörde NOAA bewertete El Niño zuletzt als zunehmend stark. Im östlichen Teil des äquatorialen Pazifiks lagen die Oberflächentemperaturen örtlich mehr als zwei Grad Celsius über dem langjährigen Mittel.

El Niño verändert großräumig die Wind- und Niederschlagsmuster. In Teilen des Pazifiks können solche Bedingungen die Entstehung und Verstärkung tropischer Wirbelstürme begünstigen. Einen einzelnen Sturm erklären sie jedoch nicht. Ebenso wichtig sind die Temperatur des Meerwassers, die Feuchtigkeit der Atmosphäre und die Windscherung, also Unterschiede bei Windrichtung und Windgeschwindigkeit in verschiedenen Höhen.

Météo-France weist darauf hin, dass El Niño die Zyklonaktivität über dem Pazifik im statistischen Mittel erhöht, die Folgen aber je nach Meeresgebiet unterschiedlich ausfallen. Karina und Lowell blieben nach den Prognosen vom 2. September zunächst über offenem Wasser. Auch Marie wurde von den Wetterdiensten als eigenständiges System beobachtet.

Quellen

  • Franceinfo
  • National Hurricane Center
  • Central Pacific Hurricane Center
  • NOAA Climate Prediction Center
  • Météo-France

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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