Dijon – 25.10.2026: Eine 21 Jahre alte Frau ist in der Nacht zum Sonntag in einer Wohnung in Dijon getötet worden. Ihre 60-jährige Mutter wurde mit schweren Verletzungen in das Universitätsklinikum der Stadt gebracht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bestand Lebensgefahr. Die Polizei sucht den 24 Jahre alten Bruder der Getöteten, der zugleich der Sohn der verletzten Frau ist. Er steht im Verdacht, beide angegriffen zu haben.
Polizei und Rettungskräfte wurden nach einem Notruf gegen 3 Uhr in die Rue Ginette-Watelle im östlichen Stadtteil Montmuzard gerufen. In der Wohnung fanden die Einsatzkräfte die junge Frau mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Trotz medizinischer Hilfe konnte sie nicht wiederbelebt werden; ihr Tod wurde um 3.52 Uhr festgestellt. Ihre Mutter hatte schwere Verletzungen, vor allem am Kopf und an den Armen.
Nach den ersten Erkenntnissen könnten beide Frauen mit einem Gegenstand aus Metall geschlagen worden sein. In der Wohnung stellten die Ermittler eine Klimmzugstange mit Blutspuren sicher. Ob sie tatsächlich als Tatwaffe verwendet wurde, ist noch Gegenstand der kriminaltechnischen Untersuchung. Auch der genaue Ablauf der Gewalt und ihr möglicher Hintergrund waren zunächst ungeklärt.
Der gesuchte 24-Jährige hatte die Wohnung verlassen, bevor die Polizei eintraf. Nach Angaben des Dijoner Staatsanwalts Arnaud Viornery lief am Sonntag eine intensive Fahndung. Hinweise auf eine Festnahme lagen bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor. Der Mann gilt als tatverdächtig; bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes sowie wegen versuchten Mordes an einer Angehörigen in aufsteigender Linie ein. Dieser juristische Begriff bezeichnet hier den mutmaßlichen Angriff eines Sohnes auf seine Mutter. Die gewählte rechtliche Einordnung beschreibt den derzeit untersuchten Verdacht, nimmt das Ergebnis des Verfahrens jedoch nicht vorweg.
Mit den Ermittlungen wurde die Kriminalpolizei von Dijon betraut. Eine Staatsanwältin begab sich noch in der Nacht zum Tatort, um die ersten Maßnahmen zu begleiten. Die Beamten sicherten Spuren in der Wohnung und begannen mit der Befragung möglicher Zeugen. Zu klären ist unter anderem, ob den Behörden frühere Vorfälle in der Familie bekannt waren und welches Motiv dem Angriff zugrunde gelegen haben könnte.
Eine Obduktion der 21-Jährigen soll Aufschluss über die genaue Todesursache und den Zeitpunkt der tödlichen Verletzungen geben. Zugleich werden die gesicherten Blutspuren und der in der Wohnung gefundene Metallgegenstand untersucht. Die Mutter wurde wegen ihrer lebensbedrohlichen Verletzungen im Universitätsklinikum Dijon behandelt.
Quellen
- France 3 Bourgogne-Franche-Comté
- Staatsanwaltschaft Dijon über AFP
- TV5MONDE
- Actu17
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).