Politik & Gesellschaft

142 Festnahmen nach Demonstration in Paris

Nach den Protesten vom 24. Oktober meldet die Pariser Polizeipräfektur 142 Festnahmen. 120 Menschen kamen demnach in Polizeigewahrsam.

Paris – 25.10.2026: Nach den landesweiten Demonstrationen vom Samstag hat die Pariser Polizeipräfektur 142 Festnahmen in der Hauptstadt gemeldet. Nach ihren Angaben kamen 120 der Betroffenen in Polizeigewahrsam. Die Zahlen beziehen sich auf den Einsatz am 24. Oktober und bilden einen vorläufigen behördlichen Stand ab. Welche konkreten Vorwürfe gegen die einzelnen Festgenommenen erhoben werden, war zunächst nicht umfassend bekannt.

Die Pariser Kundgebung gehörte zu einem erneuten landesweiten Mobilisierungstag. Das Innenministerium zählte nach eigenen Angaben rund 410.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Frankreich; die Gewerkschaft CGT bezifferte die Beteiligung auf etwa 800.000 Menschen. Auch für Paris lagen die Angaben weit auseinander: Die Präfektur sprach von 110.000 Demonstrierenden, die CGT von 250.000. Abweichende Zählungen von Behörden und Veranstaltern sind bei großen Protesten in Frankreich häufig.

Der Demonstrationszug begann nach übereinstimmenden Medienberichten am Nachmittag an der Porte d'Italie im Süden von Paris und führte zur Porte de Vincennes im Osten der Hauptstadt. Dort kam es gegen Ende zu Auseinandersetzungen. Nach Darstellung der Polizeipräfektur wurden Einsatzkräfte mit Gegenständen beworfen. Die Polizei setzte Tränengas, Wasserwerfer und sogenannte Schockgranaten ein. Der weitaus größere Teil des Protestmarsches verlief den vorliegenden Berichten zufolge ohne vergleichbare Zwischenfälle.

Die Behörden hatten die Sicherheitsvorkehrungen bereits vor Beginn der Demonstrationen verschärft. Das Innenministerium wies die Präfekten an, Zufahrtswege und Bahnhöfe stärker zu kontrollieren. Gefährliche Gegenstände sollten frühzeitig sichergestellt und mögliche Gewalttaten verhindert werden. In Paris war eine ursprünglich vorgesehene Strecke zwischen Bastille und Nation zuvor untersagt worden. Die Behörden begründeten die Einschränkung mit der Gefahr von Ausschreitungen und Sachbeschädigungen.

Eine Festnahme oder die Anordnung von Polizeigewahrsam bedeutet noch keine strafrechtliche Verurteilung. Der Polizeigewahrsam dient den Ermittlern dazu, Verdächtige zu befragen und den jeweiligen Sachverhalt zu prüfen. Erst anschließend entscheidet sich, ob Betroffene freigelassen, einem Richter vorgeführt oder Gegenstand weiterer Ermittlungen werden. Wie viele Verfahren aus den 142 Festnahmen hervorgehen könnten, stand am Sonntagmorgen noch nicht fest. Auch zu möglichen Minderjährigen unter den Festgenommenen enthielt die veröffentlichte Bilanz keine näheren Angaben.

Der Protesttag folgte auf eine ähnliche Mobilisierung am 17. Oktober. Nach der Zählung des Innenministeriums sank die landesweite Beteiligung binnen einer Woche von 550.000 auf 410.000 Menschen. Die CGT gab dagegen für beide Samstage jeweils rund 800.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Die jüngste Bilanz der Pariser Polizeipräfektur wurde am Morgen des 25. Oktober veröffentlicht.

Quellen

  • Franceinfo
  • Pariser Polizeipräfektur
  • Französisches Innenministerium
  • Associated Press
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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