Paris – 25.10.2026: Nach der Demonstration gegen hohe Lebenshaltungskosten und für öffentliche Dienste hat die Pariser Polizeipräfektur 142 Festnahmen gemeldet. Nach Angaben ihrer Sprecherin Hélène Denéchère kamen 126 Menschen in Polizeigewahrsam. Die Kundgebung am Samstag, dem 24. Oktober, verlief aus Sicht der Behörde unter deutlich besseren Sicherheitsbedingungen als die Mobilisierung eine Woche zuvor.
Der Demonstrationszug führte von der Porte d'Italie im 13. Arrondissement zur Porte de Vincennes im 12. Arrondissement. Die Präfektur hatte diese Strecke kurzfristig festgelegt. Eine zuvor mit Gewerkschaften erörterte Route zwischen Bastille und Nation wurde nicht genehmigt. Ein Verwaltungsgericht wies einen Eilantrag gegen die Änderung zurück. Der Zug setzte sich um 14 Uhr in Bewegung.
Die Vorkehrungen waren im Stadtbild deutlich zu erkennen. Einsatzkräfte sicherten Zufahrten, Kontrollen an Bahnhöfen und wichtigen Verkehrsachsen wurden verstärkt. Das Innenministerium hatte die Präfekten im ganzen Land angewiesen, Personen mit potenziell gefährlichen Gegenständen frühzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls festzunehmen. Die Stadt Paris ließ entlang der Strecke unter anderem Abfallbehälter, Glascontainer und größere bewegliche Gegenstände entfernen.
Denéchère räumte ein, dass die Sicherheitslage am 17. Oktober falsch eingeschätzt worden sei. Damals hatten gewaltbereite Gruppen in mehreren französischen Städten öffentliche Gebäude und Geschäfte angegriffen. In Paris kam es zu Plünderungen und Sachbeschädigungen. Der jüngste Einsatz war darauf ausgerichtet, vor allem am Ende des Demonstrationszugs eine Wiederholung solcher Szenen zu verhindern.
Ohne Straftaten verlief auch die Kundgebung am Samstag nicht. Nach Angaben der Polizeipräfektur wurden zwei Geschäfte beschädigt. Aus einem Laden seien Waren entwendet worden; in einem weiteren Fall hätten Beamte das Eindringen von Randalierern verhindert. Die Zahl der Festnahmen blieb nach den veröffentlichten Angaben jedoch deutlich unter der Bilanz vom 17. Oktober.
Für die angemeldete Demonstration bedeutete das Sicherheitskonzept eine vorgegebene Route, strenge Kontrollen und eine starke Polizeipräsenz. Die Behörden führen den ruhigeren Verlauf auf die engere Vorbereitung nach den Ausschreitungen der Vorwoche zurück. Die Festnahmen sind zunächst polizeiliche Maßnahmen und erlauben für sich genommen keine Aussage über eine strafrechtliche Schuld. Welche Vorwürfe zu Verfahren führen, müssen Polizei und Justiz im Einzelfall klären.
Landesweit beteiligten sich nach Angaben des Innenministeriums rund 410.000 Menschen an der Mobilisierung; die Gewerkschaft CGT nannte eine deutlich höhere Zahl. Für Paris verzeichnete die Präfektur am Ende 142 Festnahmen, 126 Gewahrsamnahmen und zwei beschädigte Geschäfte.
Quellen
- Franceinfo
- Französisches Innenministerium
- Polizeipräfektur Paris über TV5MONDE
- Le Parisien
- Stadt Paris
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).