Plymouth – 01.09.2026: Nach dem Untergang des bretonischen Fischkutters Maranello vor der südwestenglischen Küste werden zwei Besatzungsmitglieder weiterhin vermisst. Die britische Küstenwache stellte die Suche am Montag, 31. August, ein. Trotz des umfangreichen Einsatzes seit Samstagabend sei keine Spur der beiden Männer gefunden worden. Nach Angaben des regionalen Fischereiausschusses der Bretagne handelt es sich um den Kapitän und den Bootsmann.
Der in Saint-Brieuc registrierte Kutter war am Samstag, 29. August, rund 26 Seemeilen südwestlich von Plymouth in Seenot geraten und anschließend gesunken. Zuvor hatte die Maranello nach bisherigen Angaben den in der Nähe fahrenden französischen Kutter Stradale kontaktiert, weil es ein Problem mit dem Fanggeschirr gegeben habe. Von den fünf Menschen an Bord konnten drei gerettet werden.
Da sich das Unglück in britischen Gewässern ereignete, lag die Leitung des Rettungseinsatzes bei den britischen Behörden. Koordiniert wurde er vom maritimen Rettungszentrum in Falmouth. Ein Hubschrauber und ein Flugzeug der Küstenwache sowie Rettungsboote aus Falmouth und Plymouth suchten das Seegebiet ab. Frankreich entsandte zudem ein Falcon-50-Seefernaufklärungsflugzeug. Schiffe in der Umgebung beteiligten sich ebenfalls an der Suche.
Einer der geretteten Fischer wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus im südwestenglischen Truro gebracht. Die beiden anderen Überlebenden erhielten in Plymouth medizinische Hilfe. Nach Angaben von Franceinfo kehrten die drei Männer am Montag in die Bretagne zurück. Ihre Aussagen sollen helfen, den Ablauf an Bord und die letzten Minuten vor dem Sinken des Schiffes zu rekonstruieren.
Die britische Küstenwache begründete den Abbruch der Suche mit den verfügbaren Erkenntnissen und den begrenzten Überlebenschancen im Wasser bei den herrschenden Temperaturen. Damit endete der behördlich koordinierte Rettungseinsatz. Die Ursache des schnellen Untergangs ist jedoch weiterhin ungeklärt. Ebenso offen ist, welche Rolle das zuvor gemeldete Problem mit dem Fanggeschirr spielte.
Der regionale Fischereiausschuss der Bretagne teilte mit, die Maranello habe zur Reederei Eouzan Travadon gehört und sei bei schwierigen Wetterbedingungen verunglückt. Der Ausschuss sprach den Angehörigen, den Geretteten und den Kollegen der Besatzung seine Unterstützung aus. Präsident Grégory Métayer erklärte, der Verlust treffe die Fischerei und die Region schwer.
Eine offizielle Ursache des Unglücks wurde bislang nicht genannt. Fest steht, dass die Maranello am Abend des 29. August vor Plymouth sank, drei der fünf Besatzungsmitglieder gerettet wurden und die Suche nach dem Kapitän und dem Bootsmann am 31. August ohne Fund endete.
Quellen
- Franceinfo
- Associated Press
- Britische Küstenwache über Sky News
- Regionaler Fischereiausschuss der Bretagne
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).